EPDs IBUDas EPD-Programm des IBU

Typ III-Umwelt-Produktdeklarationen (en: Environmental Product Declaration – kurz: EPD) für Bauprodukte basieren auf den internationalen Normen ISO 14025 und EN 15804 und eignen sich für alle baubezogenen Produkte und Dienstleistungen. Sie erfordern eine unabhängige Verifizierung durch Dritte und enthalten umfassende und quantitative Informationen, die auf einer Ökobilanz basieren. Umweltwirkungen werden so transparent gemacht und neutral dargestellt, ohne zu bewerten.

Im Rahmen des EPD-Programms vom IBU können Unternehmen und Verbände EPDs für ihre Bauprodukte erstellen. In einem ersten Schritt werden dazu Produktkategorie-Regeln (en: Product Category Rules – kurz: PCR) erarbeitet, falls für die entsprechende Produktgruppe noch keine existieren. Sie legen fest, welche produktspezifischen Ökobilanzdaten und weiteren Informationen im zweiten Schritt vom Hersteller in die EPD eingetragen werden müssen. Im abschließenden Schritt wird die EPD von einem unabhängigen Dritten geprüft und nach ihrer Verifizierung durch das IBU veröffentlicht.

Was mit zwei veröffentlichten EPDs im Jahr 2005 begonnen hat, ist heute Industriestandard bei Baustoffen – und das durch die erfolgreiche Arbeit des IBU nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit. Nach über zehn Jahren kann das IBU auf über 1.000 erfolgreich geprüfte und veröffentliche EPDs zurückschauen, die für über 10.000 Produkte verlässliche ökobilanzielle Datensätze liefern. Das IBU ist damit einer der bedeutendsten Programmhalter: Unternehmen aus 18 Nationen sind derzeit Mitglied beim IBU und veröffentlichen ihre EPDs über das EPD-Programm des IBU.