Beschlus­s­über­sicht


(Stand: Dezem­ber 2019)

Beschlüs­se Okto­ber 2019

Beschlüs­se zu Pro­dukt­ka­te­go­rie­re­geln – Kom­men­ta­re zu den PCRs kön­nen sie im Forum hinterlassen

Beschluss Nr. 20191018‑f:

Die PCR Gründ­ach­sys­te­me wird gemäß o.g. Punk­te über­ar­bei­tet und dann ins SVR-Umlauf­ver­fah­ren gegeben.

Beschluss Nr. 20191018‑g:

Die PCR vor­ge­fer­tig­te tra­gen­de Ele­men­te aus Holz und Holz­werk­stof­fen wird gemäß o.g. Punk­te über­ar­bei­tet und dann veröffentlicht.

Beschluss Nr. 20191018‑h:

Die Vor­ge­hens­wei­se zur PCR Revi­si­on wird um die Anmer­kun­gen des SVR ergänzt bzw. überarbeitet.

Beschlüs­se Mai 2019

Nach­träg­li­che Ände­run­gen zu Beschluss Nr. 20180420‑f

Ende 2018 wur­de ein Anhang zur Erklä­rung der ener­gie­be­zo­ge­nen Indi­ka­to­ren ver­öf­fent­licht ( „Erläu­te­run­gen und Rechen­re­geln zu den Ergeb­nis­in­di­ka­to­ren und zu Kapi­tel 7.1.3.“)

Außer­dem wur­de dort die Ergeb­nis­ta­bel­le um Indi­ka­to­ren bzw. Ein­hei­ten ergänzt (Pri­mär­ener­gie, Ein­satz von Sekun­där­stof­fen (in MJ und kg), Stof­fe zum Recy­cling (in MJ und kg), Stof­fe für die Ener­gie­rück­ge­win­nung (in MJ und kg)). In der anschlie­ßen­den Abstim­mung mit ande­ren Anwen­dern und EPD-Erstel­lern wur­de inhalt­lich und in Bezug auf die Form der Dekla­ra­ti­on in zusätz­li­chen Zei­len wei­te­rer Klä­rungs­be­darf festgestellt.

Da außer­dem eine euro­päi­sche Har­mo­ni­sie­rung ange­strebt wird, wird ein Antrag bei TC 350, WG 3 stellt. Für das Kapi­tel 7.1.3 der PCR Teil A wird vor­rüber­ge­hend der PCR Teil A Ver­si­on 1.6 gelten.

Beschluss Nr. 20190524‑e:

Der fol­gen­de Beschluss wird bis auf wei­te­res ausgesetzt:

Beschluss Nr. 20190220‑d:

Die Ände­run­gen zur Pri­mär­ener­gie (aus Beschluss Nr. 20180420‑f) wer­den ver­öf­fent­licht unter Berück­sich­ti­gung einer Ergän­zung für Sys­te­me mit Wassergehalt.

 

Beschlüs­se Okto­ber 2018

Ergän­zung der PCR Teil B: Bodenbelege 

  • In der PCR zu Boden­be­lä­gen wird nicht wie üblich das AgBB-Sche­ma in Kapi­tel 7.1 gefor­dert, obwohl das AgBB-Sche­ma für die­se Anwen­dung ent­wi­ckelt wur­de. Selbst wenn der ECA-Bericht das AgBB-Sche­ma umfasst, muss hier die AgBB-Tabel­le auf­ge­führt werden.

  • ERFMI hat­ten im Janu­ar die Fra­ge an das IBU gestellt, ob zusätz­li­che Indi­ka­to­ren in der EPD dekla­riert wer­den kön­nen, ins­be­son­de­re Toxi­zi­täts­in­di­ka­to­ren. Frau Dr. Schmincke berich­tet dazu, dass auf­grund des der­zei­ti­gen Dis­kus­si­ons-Stands im CEN/TC 350 zur neu­en EN 15804+A2 es sehr wahr­schein­lich ist, dass die neu­en Indi­ka­to­ren ab 2019 ohne­hin kom­men. Daher spricht nichts gegen deren Dekla­ra­ti­on in einer IBU EPD.

  • Die dekla­rier­ten zusätz­li­chen Indi­ka­to­ren müss­ten dabei denen in der EN 15804+A2 ent­spre­chen und es müss­ten auch die­sel­ben Metho­den zugrun­de liegen.

  • In Kern EPDs dür­fen die Indi­ka­to­ren noch nicht dekla­riert werden.

  • Eine Dekla­ra­ti­on von wei­te­ren Indi­ka­to­ren aus der Lis­te der zusätz­li­chen Indi­ka­to­ren aus EN 15804+A2 in einem Anhang zur EPD ist mög­lich, wenn dies deut­lich gekenn­zeich­net ist. Dabei sind auch die in EN 15804+A2 vor­ge­ge­ben „Dis­c­lai­mer“ zur metho­di­schen oder daten­be­zo­ge­nen Beschränkt­heit der zusätz­lich dekla­rier­ten Indi­ka­to­ren zu verwenden.

Beschluss Nr. 20181019‑f:

Die PCR Teil B: Boden­be­lä­ge wird in Kapi­tel 7.1. um die Tabel­le des AgBB-Sche­mas ergänzt.

Vor­läu­fig kei­ne Dekla­ra­ti­on von neu­en Indi­ka­to­ren aus der EN 15084+A2

Beschluss Nr. 20181019‑g: Neue Indi­ka­to­ren aus der EN 15804+A2 dür­fen in einer Kern EPD noch nicht dekla­riert wer­den. In einer IBU EPD oder in einem Anhang zu einer Kern EPD dür­fen nach Abstim­mung mit dem SVR nur die Indi­ka­to­ren aus der EN 15804 +A2 dekla­riert wer­den, wenn deut­lich gekenn­zeich­net wird, dass es sich um Zusatz­in­for­ma­tio­nen und nicht um die Kern Indi­ka­to­ren han­delt. Dabei sind auch die in EN 15804+A2 vor­ge­se­he­nen „Dis­c­lai­mer“ zur metho­di­schen oder daten­be­zo­ge­nen Beschränkt­heit der zusätz­lich dekla­rier­ten Indi­ka­to­ren zu ver­wen­den. Die­se Rege­lung gilt nur vor­läu­fig; sie ist kein Prä­ju­diz für eine zukünf­ti­ge Inte­gra­ti­on der zusätz­li­chen Indi­ka­to­ren der EN 15804+A2 im IBU Programm.

Allo­ka­ti­ons­re­ge­lung für Flugasche

  • Der­zeit sind die Allo­ka­ti­ons-Rege­lun­gen zur Hand­ha­bung von Hoch­ofen­schla­cke und Flug­asche nicht kon­sis­tent in den PCRs festgelegt.

  • Flug­asche ist dabei weni­ger kri­tisch als Schla­cke zu sehen.

  • Gegen­über­stel­lung ver­schie­de­ner mög­li­cher Allo­ka­ti­ons­an­sät­ze durch Herrn Dr. Werner:

- Kei­ne Allo­ka­ti­on („0“ Allokation)

- Öko­no­mi­sche Allo­ka­ti­on (Band­brei­te 28–388 kg CO2/t)

- Phy­si­ka­li­sche Auf­tei­lung (484 kg CO2/t)

- Mas­sen­al­lo­ka­ti­on (1373 kg CO2/t)

  • Es wird deut­lich wie unter­schied­lich die LCA-Ergeb­nis­se aus­fal­len kön­nen und einer Allo­ka­ti­on zu „0“ als Default, wie in der c‑PCR vor­ge­se­hen, wird nicht zugestimmt.

Beschlüs­se Juni 2018

Ergän­zung in PCR Teil A

Beschluss Nr. 20180629‑c:

Die Ver­wen­dung von Euro­päi­schen Strom­mix-Daten für die Berech­nung der EPD Ergeb­nis­se Nut­zungs­pha­se (Modul B 6) wird als Refe­renz­sze­na­rio all­ge­mein im IBU Pro­gramm fest­ge­legt. Dane­ben sind auch regio­na­le Anga­ben mög­lich, die einer Begrün­dung in der EPD bedürfen.

Anfor­de­run­gen an (teil)-automatisierte Soft­ware­sys­te­me zur Erstel­lung von EPDs (sog. EPD-Tools) sowie deren Zulassung

Beschluss-Nr. 20180629‑f:

Das Kapi­tel 7.2 „Anfor­de­run­gen an (teil)-automatisierte Soft­ware­sys­te­me zur Erstel­lung von EPDs (sog. EPD-Tools) sowie deren Zulas­sung“  sowie die dazu­ge­hö­ri­ge Ver­fah­rens­an­wei­sung wird in die all­ge­mei­ne Pro­gramman­lei­tung des IBU inte­griert – vor­ab wird die­ser Beschluss auf der Home­page des IBU veröffentlicht.

Beschluss-Nr. 20180629‑g: 

Bei einer Ver­län­ge­rung bzw. Neu­zu­las­sung eines EPD-tools wird ein neu­er Veri­fi­zier zugewiesen.

PDF-Doku­ment: „Anfor­de­run­gen an (teil)-automatisierte Soft­ware­sys­te­me zur Erstel­lung von EPDs (sog. EPD-Tools) sowie deren Zulassung“

Ergeb­nis­se aus dem Verifizierermeeting

Der fol­gen­de Text wird in Kapi­tel 5.5.2 der PCR Teil A gestrichen:
Lie­gen kei­ne spe­zi­fi­schen Anga­ben zum R1-Wert von MVAs vor, so wird für Deutsch­land davon aus­ge­gan­gen, dass Ver­pa­ckun­gen und allen­falls Pro­dukt­ab­fäl­le aus dem Ein­bau der Bau­pro­duk­te in einer Anla­ge mit R1<0.6 ther­misch behan­delt wer­den. Damit wird der Ver­bren­nungs­pro­zess (Las­ten) für die Ver­pa­ckun­gen in Modul A5 dekla­riert, die resul­tie­ren­den Gut­schrif­ten in Modul D.

Der fol­gen­de Text wird beibehalten:
Bei der Model­lie­rung bzw. bei der Berech­nung der resul­tie­ren­den Gut­schrif­ten ist dar­auf zu ach­ten, dass die in der Öko­bi­lanz bilan­zier­ten Anla­ge tat­säch­lich einen R1-Wert von < 0.6 aufweist.

Beschluss 20180629‑i:

Die Text­än­de­rung in Kapi­tel 5.5.2. der PCR Teil A wird angenommen.

Beschluss 20180629‑j: 

Die CML 2001 (Ver­si­on 2012) bleibt bis zur Umset­zung der EN 15804:2012+A1:2013/prA2 Grund­la­ge für die Ergeb­nis­se in der EPD. 

Kom­mu­ni­ka­ti­on neu­er SVR Beschlüs­se an die Verifizierer 

Beschluss 20180629‑k:

Im News­let­ter des IBU wird regel­mä­ßig auf die SVR-Beschlüs­se ver­wie­sen. Hier ist kein wei­te­rer Hand­lungs­be­darf not­wen­dig. Die PCR Teil A wer­den min­des­tens ein­mal pro Jahr gemäß den Beschlüs­sen des SVR aktua­li­siert. Dies erfolgt vor dem jähr­lich statt­fin­den­den Verifizierertreffen.


Indi­vi­dua­li­sie­rung von Mus­ter-EPDs für den Euro­päi­schen Che­mie Verband 

Der SVR ist ein­stim­mig der Mei­nung, dass es aus fach­li­cher Sicht kei­ne Grün­de gibt, eine Indi­vi­dua­li­sie­rung von EU-EPDs durch deut­sche Fir­men nicht zuzu­las­sen. Aller­dings emp­fiehlt der SVR dem IBU eine ech­te Indi­vi­dua­li­sie­rung (= indi­vi­du­el­le Berech­nung) zu för­dern und die Kenn­zeich­nung von EPD auf Basis von Mus­ter EPDs zu ver­bes­sern. Dadurch kön­ne der Nut­zer bes­ser ein­schät­zen, wel­che EPD er/sie gera­de vor sich habe. Ggfs. soll­te über die Erwei­te­rung des bestehen­den Kate­go­rie­sys­tems nach­ge­dacht wer­den – hier sind Fir­men-EPDs auf Basis von Mus­ter EPDs im Augen­blick nicht differenziert.

Beschluss 20180420‑j:

Indi­vi­dua­li­sie­rung von EU-Mus­ter EPDs durch deut­sche Fir­men wird aus fach­li­cher Sicht zugelassen.


Auf­nah­me der EN 16810 in die bestehen­den PCR für Bodenbeläge 

Die PCR Norm der elas­ti­schen, tex­ti­len und Lami­nat­bo­den­in­dus­trie (TC 134) ist 2017 ver­öf­fent­licht wor­den (EN 16180: Elas­ti­sche, tex­ti­le und Lami­nat-Boden­be­lä­ge – Umwelt-Pro­dukt­de­kla­ra­tio­nen – Produktkategorieregel).
Das IBU hat die Grund­satz­ent­schei­dung, dass c‑PCRs in die IBU PCRs über­nom­men werden.

Aus der EN 16810 wer­den fol­gen­de Rege­lun­gen in das IBU Sys­tem übernommen:

1.Nutzungsdauer

Die Dekla­ra­ti­on der Nut­zungs­dau­er von 1 Jahr wider­spricht nicht den IBU Rege­lun­gen, daher wird dies in die IBU PCR über­nom­men. Zusätz­lich muss fol­gen­der Hin­weis in der EPD erfol­gen: „Je nach Nut­zungs­be­reich basie­rend auf EN ISO 10874 , der vom Her­stel­ler emp­foh­le­nen tech­ni­schen Lebens­dau­er und der erwart­ba­ren Bean­spru­chung des Bodens durch den Kun­den kann fall­spe­zi­fisch die Nut­zungs­dau­er ermit­telt wer­den. Die Aus­wir­kun­gen des Moduls B2 müs­sen anhand die­ser Nut­zungs­dau­er errech­net wer­den, um die umwelt­be­zo­ge­nen Gesamt­aus­wir­kun­gen zu ergeben.“

2.Ausweisung des bio­ge­nen Kohlenstoffs 

Aus­wei­sung bio­ge­nen Koh­len­stoffs wäh­rend des Lebens­we­ges 1:

  • Regeln wie im PCR Teil A und
  • Regeln der EN 16485:2014 Rund- und Schnitt­holz – Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­tio­nen – Pro­dukt­ka­te­go­rie­re­geln für Holz und Holz­werk­stof­fe im Bauwesen
  • Der Res­sour­cen­aspekt von Holz ist über die mate­ri­al­in­hä­ren­ten Eigen­schaf­ten als Res­sour­cen­ent­nah­me von CO2 aus der Atmo­sphä­re und dem unte­ren Heiz­wert als Ver­brauch erneu­er­ba­rer Ener­gie­trä­ger zu bilanzieren.

Aus­wei­sung bio­ge­nen Koh­len­stoffs wäh­rend des Lebens­we­ges 2:

  • Bei Sekundärmaterial(Altholz) wird das gebun­de­ne CO2 auf der Input­sei­te mit dem ent­spre­chen­den nega­ti­ven GWP berücksichtigt;
  • Ana­log wird bei Alt­holz, das rezy­kliert wird bzw. als Sekun­där­brenn­stoff das zu bilan­zie­ren­de Pro­dukt­sys­tem ver­lässt, das in den zu rezy­klie­ren­den Holz­fa­sern gebun­de­ne CO2 auf der Out­put­sei­te mit dem ent­spre­chen­den posi­ti­ven GWP berücksichtigt.
  • Wird bio­ge­nes CO2 in den Modu­le A1-A3 als Teil des GWP bilan­ziert, so muss zwin­gend das Modul dekla­riert wer­den, in dem das im Pro­dukt oder in der Ver­pa­ckung gebun­de­ne CO2 frei­ge­setzt wird oder über Recy­cling bzw. als Sekun­där­brenn­stoff den Bilanz­raum verlässt.

Aus­wei­sung bio­ge­nen Koh­len­stoffs wäh­rend des Lebens­we­ges 3:

  • Die Men­ge an bio­ge­nem Koh­len­stoff, der im bio­lo­gi­schen Stoff bzw. in der Ver­pa­ckung ent­hal­ten ist, muss in dem­je­ni­gen Modul dekla­riert wer­den, in dem der gespei­cher­te bio­ge­ne Koh­len­stoff als Teil des GWP ver­rech­net ist.
  • der Ener­gie­ge­halt (Hu) wird als Ver­brauch von „Ein­satz von erneu­er­ba­ren Sekun­där­brenn­stof­fen“ bzw. als „Ein­satz von Sekun­där­stof­fen“ bilanziert.

 

Aus der EN 16810 wird fol­gen­der Rege­lun­gen nicht übernommen:
Die EN 16810 lässt die Dekla­ra­ti­on von Toxi­zi­täts­in­di­ka­to­ren in der EPD zu. Dazu liegt dem IBU ein Antrag des ERFMI vor, die­se in eine IBU EPD zu inte­grie­ren. Herr Dr. Leh­mann schlägt vor, vor dem Hin­ter­grund der Inte­gra­ti­on der ISO 21930 in die IBU Pro­gramm­re­geln, die Ent­schei­dung über den Antrag von ERFMI zu ver­ta­gen und dies ent­spre­chend an ERFMI zu kommunizieren.

Die EPDs für elas­ti­schen, tex­ti­len und Lami­nat­bö­den wer­den zusätz­lich wird die EN 16810 als Refe­renz in der EPD genannt.

Beschluss-Nr. 20180124‑e:

Auf­nah­me der EN 16810 in die bestehen­den PCR für Boden­be­lä­ge für die The­men: Nut­zungs­dau­er und Aus­wei­sung des bio­ge­nen Koh­len­stoffs und Aus­wei­sung der EN 16810 auf dem Deck­blatt der EPD für Bodenbeläge.


Erwei­te­rung und Umbe­nen­nung der PCR „Kabel­trä­ger­sys­te­me für elek­tri­sche Installationen“

Beschluss-Nr. 20171027‑d:

Die PCR wird Umbe­nannt und der Gel­tungs­be­reich erwei­tert auf PCR Teil B: Kabel­trä­ger- und Kabel­ka­nä­le für elek­tro­ni­sche Installationen


PCR Teil B: für Beschich­tun­gen mit orga­ni­schen Bin­de­mit­teln (Nach­gang Umlaufverfahren)

Zur PCR Teil B gibt es fol­gen­de Anmer­kun­gen des SVRs:

- Der Gel­tungs­be­reich in der bestehen­den PCR „Tafeln und Plat­ten aus Kunst­stoff“ soll für Innen­an­wen­dun­gen geän­dert werden.

- Eine neue PCR ist unter Kunst­stof­fe für Außen­an­wen­dun­gen zu veröffentlichen.

Beschluss-Nr. 20171027‑f:

Nach Ein­ar­bei­tung der o.g. Ände­run­gen kön­nen die PCR ver­öf­fent­licht werden.


Offe­ne Fra­gen aus Veri­fi­zie­rer­mee­ting (Wie­der­vor­la­ge aus 44. Sitzung)

Die Fra­gen 1–4 sind bereits durch vor­he­ri­ge SVR-Beschlüs­se beantwortet.

- For­mu­lie­rung in 3.6 Daten­qua­li­tät: „ist zu machen“ wird in „ist zu erar­bei­ten“ geändert

5. Recy­cling­an­teil:

A‑C aus­ge­wo­gen 1 kg ‑1kg=0, D ‑1t –> ver­wirrt die Leser: res­sour­cen­schaf­fen­der Pro­zess; muss erklärt und kom­mu­ni­ziert werden

a. Vor­schlag: A1-A3 mit bzw. ohne D

- Fra­ge zu 5. Recy­cled con­tent: Wur­de bereits im Anhang PCR Teil A (noch nicht ver­öf­fent­licht) beantwortet

6. Abwei­chun­gen bei Durchschnittsbildungen

Ein Pro­blem ist, dass der Durch­schnitt über eine gro­ße Band­brei­te gebil­det wer­den kann, so dass es eigent­lich nicht mehr sinn­voll ist. Eine Umrech­nung ist auf­grund der Pri­mär­da­ten­ge­ne­se nicht mög­lich. In der EPD wird die Varia­bi­li­tät der Daten in % ange­ge­ben (Spann­brei­ten).

- Fra­ge zu 6. Durch­schnitts­bil­dun­gen: Ant­wort aus Gui­d­ance Doku­ment zu EN 15804 zu ent­neh­men. Es wer­den kei­ne Anfor­de­run­gen zu maxi­ma­len Pro­zent-Abwei­chun­gen implementiert.

Beschluss-Nr. 20171027‑h:

Offe­ne Fra­gen aus dem Veri­fi­zie­rer­mee­ting (Wie­der­vor­la­ge aus 44. Sit­zung) sind geklärt.


Rege­lung zu Ver­bands- und Mus­ter EPDs (Auf­ga­be Nr. 20170712–12: Herr Dr. Werner)

Das The­ma Reprä­sen­ta­ti­vi­tät und Indi­vi­dua­li­sie­rung wird besprochen.

Es gibt 2 Stu­fen der Individualisierung:

1. Nur das Deck­blatt und ggf. Anhän­ge wer­den geän­dert, der Dekla­ra­ti­ons­in­ha­ber wird nicht ver­än­dert. Mög­lich z.B. für Mar­ke­ting­zwe­cke. Ver­bands­lo­go bleibt auf Deck­blatt – wer­den nicht digi­ta­li­siert, nur PDF wird erstellt

2. Wenn die Indi­vi­dua­li­sie­rung wei­ter­ge­hend erfol­gen soll, nament­lich, wenn der Her­stel­ler Dekla­ra­ti­ons­in­ha­ber wer­den will, so ist dem SVR ein Vor­ge­hen wie für Mus­ter-EPDs vorzustellen.

Zur Reprä­sen­ta­ti­vi­tät:

- In den PCR Teil B wer­den neue Tex­te ein­ge­fügt in den Kap. 3.1 Dekla­rier­te Ein­heit und 3.6 Daten­qua­li­tät sowie im Gültigkeitsbereich.

Beschluss-Nr. 20171027‑i:

Der Vor­schlag wird vom SVR ange­nom­men, die erfor­der­li­chen Ände­run­gen in den IBU Regel­do­ku­men­ten umgesetzt.


4.d. PCR Teil A und B: Umbe­nen­nung der Indi­ka­tor­be­schrei­bung ADP 

Die Benen­nung der Wir­kungs­in­di­ka­to­ren erfolgt gemäß EN 15804:

- Poten­zi­al für die Ver­knap­pung von abio­ti­schen Res­sour­cen – nicht fos­si­le Res­sour­cen (ADP – Stoffe)

- Poten­zi­al für die Ver­knap­pung von abio­ti­schen Res­sour­cen – fos­si­le Brenn­stof­fe (ADP – fos­si­le Energieträger)

Beschluss-Nr. 20170712‑h:

Die Umbe­nen­nung des Indi­ka­tors ADP wird in den PCRs umgesetzt.

 


 

4.e. PCR Teil B: Ergän­zung der Anfor­de­run­gen in Kap. 2.1 Produktdefinition 

Die PCR Teil B wer­den wie folgt in Kapi­tel 2.1 ergänzt (neu in kursiv):

Die dekla­rier­ten Pro­duk­te müs­sen beschrie­ben wer­den. Dabei sind neben einer allgemeinen 

Pro­dukt­be­schrei­bung die Han­dels­be­zeich­nung der Produkte/Produktgruppen (ein­schließ­lich jeglicher 

Pro­dukt­codes) zu nen­nen, für die die EPD gilt. 

Ist die Nen­nung von Namen der Produkte/Produktgruppen z.B. im Rah­men von Ver­bands-EPDs nicht 

sinn­voll mög­lich, so muss die Pro­dukt­be­schrei­bung die Produkte/Produktgruppen ein­deu­tig abgren­zen, für die die EPD gilt. 

Beschluss-Nr. 20170712‑i:

Die Pro­dukt­de­fi­ni­ti­on wird in den PCRs geändert.

 


 

TOP 6. Soft­ware Tools zur EPD Erstel­lung: Ergän­zun­gen der IBU Regeln 

Zwei Berei­che in den IBU Regu­la­ri­en wer­den der­zeit überarbeitet:

  1. XML-Datei
  2. Ver­fah­rens­an­wei­sung zur Erstel­lung, Benut­zung und Veri­fi­zie­rung von Sys­tem I und II EPD-Tools

Zu 1: XML-Datei 

Beschluss Nr. 20170712‑k:

Soft­ware-Tools müs­sen in der ers­ten EPD immer den größ­ten Scope dekla­rie­ren (Wenn das Tool A1-C4+D inkl. Sze­na­ri­en rech­nen kann, muss die ers­te EPD aus dem Tool auch alle die­se Fäl­le abbilden).

Beschluss Nr. 20170712‑l:

Soft­ware-Tools ver­pflich­ten, dass alle EPDs als XML-Datei (im ILCD+EPD For­mat) gelie­fert wer­den, um in IBU.Data ver­öf­fent­licht wer­den zu kön­nen. Aus­nah­me besteht bei Sys­tem II Tools, hier genügt es, wenn ein Refe­renz­pro­dukt, das dem SVR im Rah­men der Tool­frei­ga­be vor­ge­stellt wird, als XML-Datei zur Ver­fü­gung steht (Der Her­stel­ler macht Vor­schlä­ge für die Referenzprodukte).

 


 

TOP 7. Anga­ben zu den Modu­len (Wie­der­vor­la­ge)

7.a. und b. Anga­ben zu den Modu­len (Wie­der­vor­la­ge)

Beschluss Nr. 20170712‑n:

Die Modu­le B3, B4 und B5 sind nur auf Gebäu­de­ebe­ne rele­vant und wer­den als MNR im IBU Sys­tem gekennzeichnet.

Beschluss Nr. 20170712‑o:

In Modul B2 wer­den die Auf­wän­de zur Instand­set­zung, Repa­ra­tur usw. über die Nut­zungs­dau­er des Pro­dukts im IBU Pro­gramm dekla­riert. Die­ser Beschluss gilt bis auf Wider­ruf durch die ECO Platform.

 


Rege­lun­gen zur RSL

Die Quel­le und Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zur Dekla­ra­ti­on von Anga­ben zur Lebensdauer/RSL soll in Kapi­tel 4 der PCR Teil B detail­lier­ter beschrie­ben werden.

Hier­bei wird zukünf­tig unter­schie­den zwischen:

          – Anga­ben zur RSL durch den Her­stel­ler gemäß ISO 15686–1, ‑2, ‑7 und ‑8

          – Anga­be zur Lebens­dau­er gemäß BBSR Tabel­le bzw. 2067 VDI Blatt1

          – Anga­be zur Lebens­dau­er durch den Her­stel­ler auf­grund von z.B. Erfah­rungs­wer­ten (nicht gemäß ISO 15686).

Die Anga­be einer RSL oder Lebens­dau­er ist nur bei EPDs vom Typ crad­le-to-gra­ve ver­pflich­tend. Die drei o.g. Anga­ben sind neben­ein­an­der möglich.

Fol­gen­de Infor­ma­tio­nen wer­den in Kapi­tel 4 der PCR Teil B ergänzt:

  1. Über­schrift:
    In case a refe­rence ser­vice life accord­ing to app­li­ca­ble ISO stan­dards is decla­red then the assump­ti­ons and in-use con­di­ti­ons under­ly­ing the deter­mi­ned RSL shall be decla­red. The same holds for a ser­vice life decla­red by the manufacturer.
  2. Bei der Dekla­ra­ti­on der RSL gemäß ISO 15686–1, ‑2, ‑7 und 8 müs­sen die fol­gen­den Infor­ma­tio­nen auf­ge­führt werden:
    a. Decla­red pro­duct pro­per­ties (at the gate) and finis­hes, etc.
    b. Design app­li­ca­ti­on para­me­ters (if inst­ruc­ted by the manu­fac­tu­rer), inclu­ding the refe­ren­ces to the appro­pria­te prac­ti­ces and app­li­ca­ti­on codes
    c. An assu­med qua­li­ty of work, when instal­led in accordance with the manufacturer’s instructions
    d. Out­door envi­ron­ment, (for out­door app­li­ca­ti­ons), e.g. wea­the­ring, pol­lut­ants, UV and wind expo­sure, buil­ding ori­en­ta­ti­on, shading, temperature
    e. Indoor envi­ron­ment (for indoor app­li­ca­ti­ons), e.g. tem­pe­ra­tu­re, mois­tu­re, che­mi­cal exposure
    f. Usa­ge con­di­ti­ons, e.g. fre­quen­cy of use, mecha­ni­cal exposure
    g. Main­ten­an­ce e.g. requi­red fre­quen­cy, type and qua­li­ty and repla­ce­ment of components
  3. Die unter 2. auf­ge­führ­ten Anga­ben wer­den auch ‑sofern rele­vant- bei Her­stel­ler­an­ga­be, die nicht gemäß ISO 15686 ermit­telt wer­den, angegeben.

 Beschluss-Nr. 20170315‑e:

Der SVR wünscht eine unmiss­ver­ständ­li­che Bezeich­nung für den Begriff „life span (accord­ing to the manu­fac­tu­rer)“ und mög­lichst eine Erklä­rungs­hil­fe für den Erstel­ler der EPD in Bezug auf die anzu­ge­ben­den Infor­ma­tio­nen. Nach Ein­ar­bei­tung der Ände­run­gen durch das IBU erfolgt die Ver­öf­fent­li­chung der neu­en Tex­te in den PCR Teil B.

 


 

Ergän­zung der PCR Teil A

6.a.        Auf­ga­be Nr. 20161104–11: Über­ar­bei­tung der PCR Teil A zum The­ma R1 bei Müll­ver­bren­nungs­an­la­gen (Herr Dr. Werner)

 

Beschluss-Nr. 20170315‑j:

Die Ände­run­gen in PCR Teil A zum The­ma R1 wer­den ange­nom­men (Kapi­tel 5.5.6).
 


 

Beschluss Nr. 20170315‑h:

Die fol­gen­den Beschlüs­se des SVR wer­den zurück­ge­zo­gen:

  1. Beschluss Nr 20121004‑e: Anfor­de­run­gen an die Erstel­lung von ESDs
  2. Beschluss Nr 20140704‑c: Defi­ni­ti­on des Begriffs ESD
  3. Beschluss Nr 20150630‑e: tech­ni­schen Daten für dekla­rier­tes Produkt

 

Auf­ga­be 2016318–6: Dekla­ra­ti­on von Verpackungsmengen

Hin­ter­grund:
Bei einer voll­stän­di­gen Bilan­zie­rung eines Bau­pro­duk­tes z.B. im Rah­men einer Gebäu­de­be­wer­tung muss auch die Ent­sor­gung der Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en ein­be­zo­gen wer­den. Wird Modul A5 nicht dekla­riert, so müs­sen die Infor­ma­tio­nen bereit­ge­stellt wer­den, die die Quan­ti­fi­zie­rung der Ent­sor­gung der Ver­pa­ckungs­men­gen auf der Bau­stel­le erlauben.

Antrag:
Die PCR Teil B wer­den wie folgt ergänzt:
„Wird in EPDs in Modul A3 die Ver­wen­dung von Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al für das dekla­rier­te Pro­dukt bilan­ziert, dabei aber Modul A5 mit der Ent­sor­gung des Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­als auf der Bau­stel­le nicht dekla­riert, so müs­sen die bilan­zier­ten Men­gen an Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en als tech­ni­sche Sze­na­rio­in­for­ma­tio­nen für Modul A5 in der EPD, Kap. 4, dekla­riert werden.

Beschluss-Nr. 20161104‑m:

Beschluss zur Annah­me des Tex­tes zur Ver­pa­ckungs­men­ge in PCR Teil B, Kap. 4.


 

Beschluss-Nr. 20161104‑k:

Fol­gen­de Tex­ter­gän­zung (kursiv)/Änderung (durch­ge­stri­chen) für die nicht Kern-EPD:

Bei mit Bio­zi­den behan­del­ten Bau­pro­duk­ten müs­sen der Wirk­stoff und die Pro­dukt­art (Topf­kon­ser­vie­rer, Film­kon­ser­vie­rer, Holz­schutz etc., gemäß Bio­zid­pro­duk­te­ver­ord­nung) genannt wer­den (vgl. auch 1.4).
Zusätz­lich sind Hilfs­stof­fe und Zusatz­mit­tel zu dekla­rie­ren, die am Pro­dukt verbleiben.
Wer­den Addi­ti­ve wie Brand­hem­mer oder Weich­ma­cher oder Bio­zi­de ein­ge­setzt, so ist deren funk­tio­na­le che­mi­sche Grup­pe zu nennen.
Wei­te­re Aus­sa­gen wie „…ist frei von…“ dür­fen nicht ver­wen­det werden.


 

Beschluss-Nr. 20161104‑j:

Die CRM-Stof­fe kön­nen nicht in der Kern-EPD adres­siert wer­den, aber da CRM-Stof­fe bald SVHC Stof­fe wer­den, nimmt das IBU die­se in die Dekla­ra­ti­on auf.
Hin­weis im Nach­gang zur Sit­zung: Ergän­zung die­ser Anga­ben in Kapi­tel 2.6. des PCR Teil B.

 

UBA Papier und Stand Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­mat SVHC aus Beschluss-Nr. 20151210‑e

2.6 Grundstoffe/Hilfsstoffe
Die haupt­säch­li­chen Pro­dukt­kom­po­nen­ten und/ oder Stof­fe sind in Mas­se-% anzu­ge­ben, um den Nut­zer der EPD zu befä­hi­gen, die Zusam­men­set­zung des Pro­dukts im Lie­fer­zu­stand zu ver­ste­hen. Die­se Anga­ben sol­len auch die Sicher­heit und Effi­zi­enz bei Ein­bau, Nut­zung und Ent­sor­gung des Pro­dukts unterstützen.

Die Dekla­ra­ti­on des stoff­li­chen Pro­dukt­in­halts muss als Mini­mum eine Aus­sa­ge über die­je­ni­gen im Pro­dukt ent­hal­te­nen Stof­fe machen, die in der „Can­di­da­te List of Sub­s­tan­ces of Very High Con­cern for Aut­ho­ri­sa­ti­on“ (Lis­te der Kan­di­da­ten für die Auf­nah­me in die Zulas­sungs­lis­te (beson­ders besorg­nis­er­re­gen­de Stof­fe – SVHC)) geführt wer­den. Dabei ist das letz­te Ände­rungs­da­tum der Kan­di­da­ten­lis­te anzu­ge­ben, auf dass sich die Aus­sa­ge bezieht. Eben­falls ange­ge­ben wer­den müs­sen CMR-Stof­fe der Kate­go­rien 1A und 1B, wenn eine euro­pä­isch har­mo­ni­sier­te Ein­stu­fung vor­liegt, sowie Infor­ma­tio­nen über die Behand­lung mit Bio­zi­den. Soweit der Gehalt eines beson­ders besorg­nis­er­re­gen­den Stof­fes (SVHC) den Grenz­wert von 0,1 Mas­sen-% im Bau­pro­dukt über­schrei­tet (bzw. einen nied­ri­ge­ren spe­zi­fi­schen Kon­zen­tra­ti­ons­grenz­wert), muss er auf­ge­lis­tet wer­den. Glei­ches gilt für die Auf­lis­tung der CMR-Stof­fe, die nicht auf der Kan­di­da­ten­lis­te stehen.

Ist das Bau­pro­dukt che­mi­ka­li­en­recht­lich ein Stoff oder ein Gemisch, bezieht sich der Kon­zen­tra­ti­ons­grenz­wert auf das gesam­te Pro­dukt, han­delt es sich um ein Erzeug­nis, gilt das Tei­l­er­zeug­nis als Bezugs­ein­heit. Sofern das Bau­pro­dukt ein Gemisch ist, muss sowohl das Sicher­heits­da­ten­blatt mit der EPD zugäng­lich gemacht wer­den (z.B. als Anhang), als auch etwai­ge SVHC und ihre Kon­zen­tra­tio­nen in der EPD genannt werden.

Die­se Aus­sa­ge muss fol­gen­de Form haben:

Ent­hält Stof­fe der Kan­di­da­ten­lis­te (Datum tt.mm.jjjj) ober­halb 0,1 Mas­sen-% in min­des­tens einem Tei­l­er­zeug­nis: ja/nein.
Ent­hält wei­te­re CMR-Stof­fe der Kate­go­rie 1A oder 1B, die nicht auf der Kan­di­da­ten­lis­te ste­hen, ober­halb 0,1 Mas­sen-% in min­des­tens einem Tei­l­er­zeug­nis: ja/nein

Dem vor­lie­gen­de Bau­pro­dukt wur­den Bio­zid­pro­duk­te zuge­setzt oder es wur­de mit Bio­zid­pro­duk­ten behan­delt (es han­delt sich damit um eine behan­del­te Ware im Sin­ne der Bio­zid­pro­duk­te­ver­ord­nung): ja/nein
Falls ja:
– Auf­lis­tung der oben genann­ten SVHC, wei­te­rer CMR-Stof­fe, Biozide

Bei SVHC/weiteren CMR-Stof­fen: Anga­ben zur Kon­zen­tra­ti­on bzw. zum Kon­zen­tra­ti­ons­be­reich (ana­log zu den Anga­ben in einem Sicher­heits­da­ten­blatt), Anga­be der gefähr­li­chen Eigen­schaf­ten, sowie bei Erzeug­nis­sen ggf. die Anga­be des Teilerzeugnisses.

Bei mit Bio­zi­den behan­del­ten Bau­pro­duk­ten müs­sen der Wirk­stoff und die Pro­dukt­art (Topf­kon­ser­vie­rer, Film­kon­ser­vie­rer, Holz­schutz etc., gemäß Bio­zid­pro­duk­te­ver­ord­nung) genannt wer­den (vgl. auch 1.4).

Wei­te­re Aus­sa­gen wie „…ist frei von…“ dür­fen nicht ver­wen­det wer­den.“Die Dekla­ra­ti­on des stoff­li­chen Pro­dukt­in­halts muss als Mini­mum die­je­ni­gen im Pro­dukt ent­hal­te­nen Stof­fe auf­zäh­len, die in der „Can­di­da­te List of Sub­s­tan­ces of Very High Con­cern for Aut­ho­ri­sa­ti­on“ (Lis­te der beson­ders besorg­nis­er­re­gen­den Stof­fe für die Zulas­sung) geführt wer­den, soweit ihr Gehalt die Grenz­wer­te für ihre Regis­trie­rung durch die Euro­päi­sche Che­mi­ka­li­en­agen­tur überschreitet.

Hin­wei­se wie „…ist frei von…“ dür­fen nicht ver­wen­det werden.
Zusätz­lich sind Hilfs­stof­fe und Zusatz­mit­tel zu dekla­rie­ren, die am Pro­dukt verbleiben.
Wer­den Addi­ti­ve wie Brand­hem­mer oder Weich­ma­cher oder Bio­zi­de ein­ge­setzt, so ist deren funk­tio­na­le che­mi­sche Grup­pe zu nennen.


 

Auf­ga­be 20160715–1: Bis­her wur­den die Pro­jek­te zur Sys­tem­ve­ri­fi­zie­run­gen vor der Veri­fi­zie­rung dem SVR vor­ge­stellt. Die­se Rege­lung soll über­dacht und die Detail­tie­fe der Pro­jekt­vor­stel­lung spe­zi­fi­ziert werden

Die IBU Geschäfts­stel­le wünscht wei­ter­hin eine Vor­stel­lung und Ein­schät­zung des SVRs der fol­gen­den Punkte:
1. Gel­tungs­be­reich (Fir­men, Pro­duk­te, Modu­le der Öko­bi­lanz, etc.)
2. Ziel des Tools
3. Nut­zer des Tools
4. Überprüfbarkeit/Manipulierbarkeit des Tools
5. Stich­pro­ben­prü­fung der EPDs aus dem Tool
6. Revi­si­on (Pla­nung)
7. Poten­ti­el­le Men­ge der EPDs aus dem Tool

Der SVR ergänzt die­se Lis­te mit den fol­gen­den Themen:
8. Bei­spiel-EPD aus dem Tool
9. Funk­ti­ons­wei­se des Tools (z.B. veränderbare/nicht ver­än­der­ba­re Parameter)

Es bestehen bereits Vor­ga­ben zur Sys­tem­ve­ri­fi­zie­rung (z.B. Beschluss Num­mer 20130322‑o). Die­se sol­len geprüft wer­den in Hin­blick auf die ein­zel­nen Schrit­te der Systemverifizierung:
1. Vor­stel­lung beim SVR
2. Initia­le Systemverifizierung
3. Re-Verifizierung

Dabei soll auch die ein­deu­ti­ge Num­me­rie­rung der EPDs und die Über­prü­fungs­rou­ti­nen gere­gelt wer­den sowie Rege­lun­gen zum Zugang zu der Doku­men­ta­ti­on (Bei­spiel EPD und Veri­fi­zie­rungs­be­richt) für den SVR.
Die bei der Veri­fi­zie­rung ver­wen­de­ten Check­lis­ten und die Rege­lun­gen zur Sys­tem 1 und 2 Veri­fi­zie­rung sind im Anhang des Pro­to­kolls zu fin­den. Das The­ma wird in der nächs­ten Sit­zung noch­mals besprochen.

 

Auf­ga­be 20160318–5: Regeln zur Dau­er der Verifizierertätigkeit:

Das IBU hat fol­gen­den Vor­schlag zur Rege­lung in den All­ge­mei­nen Pro­gramman­lei­tung in Kap. 3.2 Kom­pe­ten­zen des SVR:

- Der SVR ist berech­tigt Veri­fi­zie­rer von ihrer Tätig­keit zu entbinden.
– Falls ein Veri­fi­zie­rer 2 Jah­re inak­tiv war (bzw. nicht an den ver­pflich­ten­den Veri­fi­zier Mee­ting teil­ge­nom­men hat), muss er erneut vom SVR beru­fen werden.

Vom SVR kommt der Hin­weis, dass man die Beru­fung auf einen Zeit­raum von 5 Jah­re begren­zen könn­te. Das IBU prüft dahin­ge­hend die Ver­trä­ge mit den Verifizierern.

Beschluss Nr. 20161104‑b:

Die zusätz­li­chen Kom­pe­ten­zen des SVR zur Ent­bin­dung und Neu­be­ru­fung von Veri­fi­zie­rern wer­den in Kapi­tel 3.2. der all­ge­mei­nen Pro­gramman­lei­tung des IBU übernommen.


 

Beschluss Nr. 20160715‑m+n+o+p:

Neu­fas­sung der Mus­ter für EPDs (Stand: August 2016)

 

Kapi­tel 2.1 Produktbeschreibung/Produktdefinition

(Her­stel­ler­an­ga­ben)

Dar­an jeweils anschlie­ßend für alle Alter­na­ti­ven fol­gen­der Text:.

/Alternative 1a: Pro­dukt nach CPR mit hEN/:

Für das Inver­kehr­brin­gen des Pro­dukts in der EU/EFTA (mit Aus­nah­me der Schweiz) gilt die Ver­ord­nung (EU) Nr. 305/2011 (CPR). Das Pro­dukt benö­tigt eine Leis­tungs­er­klä­rung unter Berück­sich­ti­gung der /EN xyz: Datum, Titel/ und die CE-Kennzeichnung

Für die Ver­wen­dung gel­ten die jewei­li­gen natio­na­len Bestimmungen.

 

/Alternative 1b: Pro­dukt nach CPR mit ETA/:

Für das Inver­kehr­brin­gen des Pro­dukts in der EU/EFTA (mit Aus­nah­me der Schweiz) gilt die Ver­ord­nung (EU) Nr. 305/2011 (CPR). Das Pro­dukt benö­tigt eine Leis­tungs­er­klä­rung unter Berück­sich­ti­gung der /ETA Nr. xyz , Datum, Titel/ und die CE-Kennzeichnung.

Für die Ver­wen­dung gel­ten die jewei­li­gen natio­na­len Bestimmungen.

 

/Alternative 2a: Pro­dukt, das nicht auf Grund der CPR son­dern ande­rer Vor­schrif­ten der EU har­mo­ni­siert ist

Für das Inver­kehr­brin­gen des Pro­dukts in der EU/EFTA (mit Aus­nah­me der Schweiz) gilt/gelten die fol­gen­den Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten der EU:

/Richtlinie Nr. xyz, Datum, Titel /

/Verordnung/ Nr.xyz, Datum, Titel/

und deren auf die­ser Grund­la­ge har­mo­ni­sier­te Nor­men /EN xyz, Datum, Titel/.

Die CE-Kenn­zeich­nung erfolgt für das Pro­dukt unter Beach­tung des Nach­wei­ses sei­ner Kon­for­mi­tät mit den fol­gen­den har­mo­ni­sier­ten Nor­men auf Grund der genann­ten Harmonisierungsrechtsvorschriften:

/EN.xyz, Datum, Titel/…..

Für die Ver­wen­dung gel­ten die jewei­li­gen natio­na­len Bestimmungen.

 

/Alternative 2b : Pro­dukt, das sowohl auf Grund der CPR, als auch ande­rer Vor­schrif­ten der EU har­mo­ni­siert ist/.

Für das Inver­kehr­brin­gen des Pro­dukts in der EU/EFTA (mit Aus­nah­me der Schweiz) gel­ten die /Verordnung (EU) Nr. 305/2011/ (CPR) und die fol­gen­den ande­ren Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten /Richtlinie (EU) xyz, Datum, Titel/ bzw. /Verordnung (EU) Nr. xyz, Datum, Titel/. Das Pro­dukt benö­tigt eine Leis­tungs­er­klä­rung nach der CPR unter Berück­sich­ti­gung der /EN xyz: Datum, Titel/ bzw. der /ETA Nr. xyz , Datum, Titel/  und die CE-Kennzeichnung.

Die CE-Kenn­zeich­nung erfolgt für das Pro­dukt unter Beach­tung der Leis­tungs­er­klä­rung nach der CPR und des Nach­wei­ses der Kon­for­mi­tät mit den fol­gen­den har­mo­ni­sier­ten Nor­men auf Grund der ande­ren Harmonisierungsrechtsvorschriften.

/EN…../

Für die Ver­wen­dung gel­ten die jewei­li­gen natio­na­len Bestimmungen.

 

/Alternative 3: Pro­dukt, das kei­nen Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten der EU  unterliegt/:

Für die Ver­wen­dung des Pro­dukts gel­ten die jewei­li­gen natio­na­len Bestim­mun­gen, am Ort der Ver­wen­dung, in Deutsch­land zum Bei­spiel die /Bauordnungen der Länder/ und die tech­ni­schen Bestim­mun­gen auf Grund die­ser Vorschriften.

 

Kapi­tel 2.2: Ver­wen­dung des Produkts

(Her­stel­ler­an­ga­ben)

 

Kapi­tel 2.3:Technische Daten des Produkts

(Daten tabel­la­risch)

/Alternative 1a: Pro­dukt nach CPR mit hEN/:

·         Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts ent­spre­chend der Leis­tungs­er­klä­rung in Bezug auf des­sen Wesent­li­che Merk­ma­le gemäß /EN xyz  Datum, Titel/:.

·         Frei­wil­li­ge Anga­ben für das Pro­dukt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestand­teil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 1b: Pro­dukt nach CPR mit ETA/:

·         Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts ent­spre­chend der Leis­tungs­er­klä­rung in Bezug auf des­sen Wesent­li­che Merk­ma­le gemäß /ETA xyz, Nr., Datum, Titel/.

·         Frei­wil­li­ge Anga­ben für das Pro­dukt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestand­teil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 2a: Pro­dukt, das nicht auf Grund der CPR son­dern ande­rer Vor­schrif­ten der EU har­mo­ni­siert ist/:

·         Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts gemäß der auf Grund der ande­ren Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten auf­ge­führ­ten har­mo­ni­sier­ten Normen.

·         Frei­wil­li­ge Anga­ben für das Pro­dukt : /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestand­teil der CE-Kennzeichnung.)).

 

/Alternative 2b : Pro­dukt, das sowohl auf Grund der CPR, als auch ande­rer Vor­schrif­ten der EU har­mo­ni­siert ist./

·         Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts ent­spre­chend der Leis­tungs­er­klä­rung nach der CPR in Bezug auf des­sen Wesent­li­che Merk­ma­le gemäß /EN xyz  Datum, Titel/:bzw. /ETA xyz, Nr., Datum, Titel/

·         Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts gemäß der auf Grund der ande­ren Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten auf­ge­führ­ten har­mo­ni­sier­ten Normen.

·         Frei­wil­li­ge Anga­ben für das Pro­dukt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestand­teil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 3: Pro­dukt, das kei­nen Har­mo­ni­sie­rungs­rechts­vor­schrif­ten der EU unterliegt/:

Leis­tungs­wer­te des Pro­dukts in Bezug auf des­sen Merk­ma­le nach der maß­ge­ben­den tech­ni­schen Bestimmung..((Keine CE-Kennzeichnung)).

 

Kapi­tel 2.4: Inver­kehr­brin­gen /Anwendungsregeln: Streichen.

 

Hin­weis: Die­ser Beschluss ersetzt Beschluss Nr. 20160318‑e + f.


 

Beschluss Nr. 20160715‑h:

Neue Ver­si­on des PCR A: Die neue Ver­si­on 1,5 ent­hält Klar­stel­lun­gen im Kapi­tel 7.1.3 Anfor­de­run­gen an die Berech­nung der ener­gie­be­zo­ge­nen Indi­ka­to­ren im Entsorgungsstadium.


 

Beschluss Nr. 20160715‑s:

Der SVR stimmt dem Vor­schlag des IBU zu. Herr Krei­ßig kann somit durch den Prä­si­den­ten des IBU als neu­es Mit­glied des SVRs beru­fen werden.


 

Beschluss Nr. 20160318‑m+n:. LCA Ergeb­nis­se für Modu­le B4 und B5:

In eini­gen EPDs wer­den die Modu­le B4 (Ersatz) + B5 (Umbau/Erneuerung) mit der Begrün­dung einer lan­gen Halt­bar­keit als „0,00“ deklariert.

Beschluss Nr. 20160318‑m: Als Über­gangs­lö­sung wird für die Dekla­ra­ti­on der Modu­le B4 und B5 die „0“ akzeptiert.

Beschluss Nr. 20160318‑n: Um einen Wert mit „0“ in einem Modul zu dekla­rie­ren, muss es sich um eine nach­weis­ba­re 0 handeln.


 

Beschluss-Nr. 20160318‑h:

Herr Prof. Wig­ger (Jade Hoch­schu­le) wird als neu­es Mit­glied des SVR berufen.


 

Beschluss-Nr. 20160318‑g:

Prof. Irm­sch­ler tritt auf eige­nem Wunsch vom SVR zurück. Die Nach­fol­ge für den Vor­sitz im SVR über­nimmt Dr. Frank Werner.


 

Beschluss Nr. 20160318‑e + f: Ände­rung der Stan­dard­tex­te des PCR Teil B

Über­ar­bei­te­ter Stan­dard­text für 2.3.:

Die tech­ni­schen Daten der Pro­duk­te, die im Gel­tungs­be­reich der EPD lie­gen, sind unter Ver­weis auf die den ein­zel­nen Daten zugrun­de lie­gen­den Prü­f­re­geln (z.B. Nor­men) zu nennen.

Bei Pro­duk­ten mit CE- Kenn­zeich­nung müs­sen ins­be­son­de­re die Leis­tun­gen gemäß Leis­tungs­er­klä­rung ange­ge­ben werden.

Über­ar­bei­te­ter Stan­dard­text für 2.4.:

Für die im Gel­tungs­be­reich der EPD genann­ten Pro­duk­te sind die gel­ten­den Anwen­dungs­re­geln zu nen­nen (z.B. Nor­men, Richt­li­ni­en, sons­ti­ge Bestimmungen).

Anfor­de­run­gen an Kapi­tel 2.13 Referenznutzungsdauer:

Der fol­gen­de Satz wird ergän­zend angenommen:

„Falls kei­ne RSL nach ISO 15686 dekla­riert wur­de, soll beschrie­ben wer­den wel­che Annah­men zur Nut­zungs­dau­er getrof­fen wurden.“

Kapi­tel 3.6 Datenqualität

Der fol­gen­de Satz wird  ergän­zend angenommen:

„Eine Abschät­zung der Daten­qua­li­tät (Vor­der­grund­da­ten und Hin­ter­grund­da­ten) ist zu machen; dabei ist auch das Alter der ver­wen­de­ten Hin­ter­grund­da­ten anzugeben.

Die ver­wen­de­te Hin­ter­grund­da­ten­bank ist zu nennen.“


 

Beschluss-Num­mer 20150210‑f:

Wenn Modul D dekla­riert wird, muss zwin­gend das ent­spre­chend Modu­le C3 oder C4 dekla­riert wer­den. Auch wenn des­sen Wert mit „0“ ange­ge­ben wird.

Ergän­zung: Dies gilt ana­log für jedes Modul A4 bis C2, das Stoff- oder Ener­gie­strö­me gene­riert, für die in Modul D Las­ten und Gut­schrif­ten ver­ge­ben werden.


 

Beschluss-Nr. 20151008‑d:

Die Anträ­ge 6.a. und 6.b. wer­den mit fol­gen­der Begrün­dung abge­lehnt: Der Ver­band ist für die Reprä­sen­ta­ti­vi­tät der Anga­ben in der EPD ver­ant­wort­lich. Dies betrifft sowohl die Daten­samm­lung als auch den Bereich der Nachweise.

Zugrun­de­lie­gen­de Anträ­ge aus der Mitgliederversammlung:

  1. a) Har­mo­ni­sie­rung der Anfor­de­run­gen an Bran­chen-EPD und Her­stel­ler-EPD (I):

Antrag auf Offen­le­gung der Unter­neh­men und Pro­duk­ti­ons­stand­or­te auch in der Bran­chen-EPD (aller­dings nicht kate­go­risch für alle Ver­bands­mit­glie­der, son­dern nur für jene, die tat­säch­lich ihre Vor­der­grund­da­ten für die Erstel­lung der Bran­chen-EPD gelie­fert haben)

  1. b) Har­mo­ni­sie­rung der Anfor­de­run­gen an Bran­chen-EPD und Her­stel­ler-EPD (II):

Antrag auf Nen­nung des Unter­neh­mens und Pro­duk­tes, des­sen Prüfbericht(e) in der Bran­chen-EPD ver­wen­det wird/werden.


 

Beschluss Nr. 20150630‑b:

Ent­spre­chend der Pro­dukt­norm EN 16485:2014–07 soll der Text im PCR Teil A zur Dekla­ra­ti­on im Kapi­tel 8.1 ergänzt wer­den (Ände­run­gen gegen­über dem ursprüng­li­chen Text­vor­schlag sind kur­siv wiedergeben).

Zur Dekla­ra­ti­on der in einem Mate­ri­al gespei­cher­ten Pri­mär­ener­gie im End-of-Life:

Fol­gen­de Fäl­le kön­nen unter­schie­den wer­den (sie­he auch EN 16485):

Recy­cling

Der Export an im Mate­ri­al gespei­cher­tem erneuerbarem/nicht erneu­er­ba­rem Ener­gie­in­halt wird in Modul C3 als nega­ti­ver Wert dekla­riert (iden­tisch dem in Modul A1-A3 dekla­rier­ten posi­ti­ven Wert als nicht ener­ge­tisch ver­wen­de­ter erneuerbarer/nicht erneu­er­ba­rer Primärenergie),

Die Ver­wen­dung des recy­clier­ten Mate­ri­als wird in Modul D mit dem Indi­ka­tor „Ein­satz von Sekun­där­ma­te­ri­al“ deklariert.

Ener­gie­rück­ge­win­nung (in einer Anla­ge mit einem R1-Wert > 0.6)

Der Export an im Mate­ri­al gespei­cher­tem erneuerbarem/nicht erneu­er­ba­rem Ener­gie­in­halt wird in Modul C3 als nega­ti­ver Wert dekla­riert (iden­tisch dem in Modul A1-A3 dekla­rier­ten posi­ti­ven Wert als nicht ener­ge­tisch ver­wen­de­ter erneuerbarer/nicht erneu­er­ba­rer Primärenergie),

Die Ver­wen­dung des recy­clier­ten Mate­ri­als als Brenn­stoff wird in Modul D mit dem Indi­ka­tor „Ein­satz von Sekun­där­brenn­stof­fen“ deklariert.

Ther­mi­sche Abfall­be­hand­lung (in einer Anla­ge mit einem R1-Wert < 0.6)

Die Nicht­ver­wen­dung als Mate­ri­al der im Mate­ri­al gespei­cher­tem erneuerbarem/nicht erneu­er­ba­rem Ener­gie­in­halt wird in Modul C4 als nega­ti­ver Wert dekla­riert (iden­tisch dem in Modul A1-A3 dekla­rier­ten posi­ti­ven Wert als nicht ener­ge­tisch ver­wen­de­ter erneuerbarer/nicht erneu­er­ba­rer Primärenergie).

Der Ein­satz der im Mate­ri­al gespei­cher­tem erneuerbarem/nicht erneu­er­ba­rem Ener­gie­in­halt als Brenn­stoff wird in Modul C4 als posi­ti­ver Wert dekla­riert (iden­tisch dem in Modul A1-A3 dekla­rier­ten posi­ti­ven Wert als nicht ener­ge­tisch ver­wen­de­ter erneuerbarer/nicht erneu­er­ba­rer Primärenergie),

Der Export der erzeug­ten Ener­gie wird als expor­tier­te Ener­gie dekla­riert; deren Sub­sti­tu­ti­ons­wir­kung wird in Modul D ausgewiesen.

Depo­nie­rung

Es wer­den kei­ne wei­te­ren Indi­ka­to­ren zum Ein­satz von Pri­mär­ener­gie deklariert.


 

Beschluss-Nr. 20150630‑e:

Zur Dar­stel­lung der Reprä­sen­ta­ti­vi­tät müs­sen sich die Zah­len­wer­te in den tech­ni­schen Daten auf das dekla­rier­te Pro­dukt beziehen.


 

Beschluss-Nr. 20150630‑k:

CO2-Zer­ti­fi­ka­te dür­fen in den IBU-EPDs nicht mehr ein­be­rech­net wer­den. Das PCR-Doku­ment Teil A wird ent­spre­chend geändert.


 

Beschluss-Num­mer 20150210‑e:

EPDs des IBU kön­nen einen frei­wil­li­gen, infor­ma­ti­ven Anhang ohne Veri­fi­zie­rung mit den Kenn­da­ten ent­spre­chend des Schwei­zer KBOB erhal­ten. Die­ser Anhang muss optisch deut­lich getrennt wer­den, so dass ein­deu­tig ersicht­lich wird, dass die­ser Anhang eine Selbst­de­kla­ra­ti­on dar­stellt und nicht veri­fi­ziert ist.


 

Beschluss-Num­mer 20150210‑f:

Wenn Modul D dekla­riert wird, muss zwin­gend das ent­spre­chend Modu­le C3 oder C4 dekla­riert wer­den. Auch wenn des­sen Wert mit „0“ ange­ge­ben wird.


 

Beschluss-Num­mer 20150210‑j:

Fest­le­gung des Ablaufs zur Veri­fi­zie­rer Bewerbung

Vor­ge­hen für zukünf­ti­ge Veri­fi­zie­rer Bewerbungen:

  1. Die in der Geschäfts­stel­le ein­ge­gan­ge­nen Unter­la­gen wer­den auf Voll­stän­dig­keit geprüft.
  2. Voll­stän­di­ge Unter­la­gen wer­den dem SVR vor­ge­legt, bei grund­sätz­li­cher Eig­nung wird der/die Bewerber/in zur Vor­stel­lung vor dem SVR eingeladen.
  3. Nur nach erfolg­rei­cher Vor­stel­lung vor dem SVR kann der/die Bewerber/in mit zwei Veri­fi­zie­run­gen unter Super­vi­si­on eines erfah­re­nen IBU Veri­fi­zie­rers (mind. 20 geprüf­te EPDs) anfan­gen. Der Bericht über die Veri­fi­zie­run­gen unter Super­vi­si­on wird dem SVR vor­ge­legt. Der SVR ent­schei­det über die Zulas­sung als Veri­fi­zie­rer beim IBU.

 

Beschluss Num­mer 20140704‑b:

PCR Teil A:

8.2 Para­me­ter zur Beschrei­bung der Umwelt­wir­kun­gen gemäß EN 15804

Für die Berech­nung der Wir­kungs­ka­te­go­rien wer­den die in der EN 15804:2012+A1 (Okto­ber 2013) (Annex C) ver­öf­fent­lich­ten Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren ver­wen­det. Die­se Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren wur­den in der Ver­si­on vom Jahr 2012 von CML (Insti­tu­te of Envi­ron­men­tal Sci­en­ces Facul­ty of Sci­ence Uni­ver­si­ty of Lei­den, Nether­lands) als „base­li­ne“ veröffentlicht.

Für Umwelt­aus­wir­kun­gen, für die in der EN 15804+A1 kei­ne Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren ange­ge­ben wer­den, sol­len neue Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren ent­wi­ckelt wer­den. Sie müs­sen der Metho­dik der CML fol­gen. Stoff­strö­me, die nicht cha­rak­te­ri­siert sind und so gege­be­nen­falls zu einer Über­schrei­tung der Abschnei­de­kri­te­ri­en füh­ren, müs­sen genannt werden.

Sind spe­zi­fi­sche ADP-Wer­te für fos­si­le Brenn­stof­fe bekannt, müssen die­se mit Quel­le genannt und ver­wen­det werden.

Im Hin­ter­grund­be­richt und im Veri­fi­zie­rungs­be­richt muss die norm­ge­rech­te Ver­wen­dung von Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren bestä­tigt werden.

Für neue Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­tio­nen gilt eine Über­gangs­frist von maxi­mal 2 Jahren.

Wer­den wäh­rend der Über­gangs­frist nicht die in EN 15804+A1, Annex C, ver­öf­fent­lich­ten Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren ver­wen­det, so ist dies im Hin­ter­grund­be­richt zu begründen.

Die ent­spre­chen­de Refe­renz zu den Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren ist im Hin­ter­grund­be­richt und in der EPD zu nennen.

8.3 Optio­na­le Ergän­zun­gen zur EPD inner­halb des Prüf­um­fangs der Verifizierung

Optio­nal ist für die gegen­sei­ti­ge Aner­ken­nung der EPD unter IBU und auf dem ame­ri­ka­ni­schen Markt unter ULe eine zusätz­li­che Aus­wer­tung mit den Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren nach TRACI (Ver­si­on 2.1) (Tool for the Reduc­tion and Assess­ment of Che­mi­cal and Other Envi­ron­men­tal Impacts; United Sta­tes Envi­ron­men­tal Pro­tec­tion Agen­cy) notwendig.

Eine Aus­wer­tung der­sel­ben EPD nach den ver­schie­de­nen Sys­te­men von Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren CML und TRACI muss aus dem­sel­ben Soft­ware­mo­dell für die Öko­bi­lanz erfol­gen, d.h. die­sel­be Zusam­men­stel­lung von Leben­zy­klus­in­ven­ta­ren ohne Ver­än­de­rung der Hin­ter­grund­da­ten­bank ver­wen­den. Dies muss ent­spre­chend im Hin­ter­grund­be­richt und in der EPD bestä­tigt werden.


 

Beschluss Num­mer 20140704‑c:

Ände­rung im PCR-Doku­ment Teil A: Anga­be der Hintergrunddatenbank

Im Kapi­tel 7.4 der PCR Teil A wird ein Satz ergänzt.

… Im Hin­ter­grund­be­richt sind:

  • die ver­wen­de­te Hin­ter­grund­da­ten­bank mit Jah­res- bzw. Ver­si­ons­num­mer zu referenzieren
  • die ver­wen­de­ten Daten­sät­ze und deren Quel­len (z.B. Name der Daten­bank, Lite­ra­tur­quel­le) zu nen­nen, inkl. der Anga­be des Jah­res, für wel­ches der Daten­satz reprä­sen­ta­tiv ist,
  • die Reprä­sen­ta­ti­vi­tät der ver­wen­de­ten Daten­sät­ze zu dokumentieren,
  • die Behand­lung feh­len­der Daten zu dokumentieren,
  • die Daten­qua­li­tät zu beurteilen. …

 

Beschluss Num­mer 20140704‑c:

Für bestimm­te Pro­dukt­grup­pen – Zusam­men­stel­lung und Ver­trieb von Bau­pro­dukt­sys­te­men – besteht die Mög­lich­keit EPDs zu erstel­len, indem bei der Berech­nung zu einem rela­tiv hohen Anteil exis­tie­ren­de EPD-Ergeb­nis­se her­an­ge­zo­gen wer­den. Für die­se Vor­ge­hens­wei­se der Berech­nung wird der Begriff „Envi­ron­men­tal Sys­tem Decla­ra­ti­on – ESD“ ver­wen­det. Das Doku­ment selbst wird ohne Änderung/Unterscheidung als Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­ti­on / Envi­ron­men­tal Pro­duct Decla­ra­ti­on (EPD) bezeichnet.

Defi­ni­ti­on des Begriffs ESD

Eine ESD ist eine EPD, die aus der Zusam­men­füh­rung von bestehen­den und zum Zeit­punkt der Erstel­lung gül­ti­gen EN 15804-kon­for­men EPD-Ergeb­nis­sen ent­steht und die sich auf ein Bau­pro­dukt (con­struc­tion pro­duct) oder „Bau­sys­tem“ (kit) z.B. WDVS bezieht, das aus ver­schie­de­nen Kom­po­nen­ten zusam­men­ge­setzt und dau­er­haft im Bau­werk ein­ge­baut wird.

Eine ESD beschreibt die Vor­ge­hens­wei­se zur Berech­nung einer EPD. In einer ESD dür­fen neben Wer­ten aus gül­ti­gen EPDs für Bestand­tei­le, für die kei­ne Umwelt­da­ten aus einer EPD vor­lie­gen, auch wei­te­re Daten, z.B. Inven­ta­re aus einer Daten­bank ver­wen­det wer­den, wobei sicher­ge­stellt wer­den muss, dass die ver­wen­de­ten Daten­sät­ze eben­falls der EN 15804 ent­spre­chen. Der Anteil der Neben­be­stand­tei­le darf 25% nicht über­schrei­ten. Der Anteil bezieht sich auf die Ergeb­nis­se der dekla­rier­ten Wir­kungs­ka­te­go­rien für das Modul A1-A3 (ADPE, ADPF, AP, EP, GWP, ODP, POCP).

Alle ver­wen­de­ten EPD-Daten müs­sen refe­ren­ziert wer­den, gül­tig und ver­öf­fent­licht sein.

Erlaubt ein Bau­sys­tem die Ver­wen­dung von auf den Anwen­dungs­fall ange­pass­ten Kom­po­nen­ten so ist die ESD ent­we­der auf eine defi­nier­te Kom­bi­na­ti­on zu beschrän­ken oder der „worst case“ der tech­nisch mög­li­chen Kom­bi­na­tio­nen zu deklarieren.

Wird eine ESD auf Basis der ver­öf­fent­lich­ten Wir­kungs­ab­schät­zung durch­ge­führt – und nicht auf Basis von voll­stän­di­gen Inven­ta­ren, so ist eine Aus­wer­tung beschränkt auf die in den EPDs ver­wen­de­ten Cha­rak­te­ri­sie­rungs­mo­del­le. (Lie­gen z.B. Ergeb­nis­se nur nach der CML-Metho­de vor, kann kei­ne Zusatz­aus­wer­tung nach TRACI durch­ge­führt werden.)


 

Beschluss Num­mer 20140704‑c:

Falls eine Nut­zungs­dau­er nicht als Refe­renz­nut­zungs­dau­er (RSL) unter Beach­tung von ISO 15686 ermit­telt wer­den kann (oder es für die LCA Betrach­tung nicht rele­vant ist), darf die Nut­zungs­dau­er nach BBSR-Tabel­le „Nut­zungs­dau­ern von Bau­tei­len zur Lebens­zy­klus­ana­ly­se nach BNB“ unter Berück­sich­ti­gung des Erläu­te­rungs­do­ku­men­tes zur BBSR-Tabel­le genannt wer­den (http://www.nachhaltigesbauen.de/baustoff-und-gebaeudedaten/nutzungsdauern-von-bauteilen.html); für haus­tech­ni­sche Anla­gen sind die erfor­der­li­chen Anga­ben der VDI 20673 zu entnehmen.

Alter­na­tiv zur BBSR-Tabel­le kön­nen auch Anga­ben des Her­stel­lers gemacht wer­den. Zu die­sen muss eine Begrün­dung erfol­gen (z.B. Simu­la­ti­on, Prü­fung, Ein­schät­zung des Her­stel­lers, sta­tis­ti­sche Wer­te). Falls die Nut­zungs­dau­er nicht unter Beach­tung von ISO 15686 ermit­telt wird, ist dar­auf in der EPD expli­zit hinzuweisen.

Gene­rell gilt, dass die Anga­be einer Nut­zungs­dau­er in der Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung liegt

 


 

Beschluss Num­mer 20140324–1:

Herr Prof. Rein­hardt gibt das Amt des Vor­sit­zen­den des SVA ab.

Herr Prof. Irm­sch­ler über­nimmt ab der 38. Sit­zung den Vor­sitz des SVA.


 

Beschluss Num­mer 20140324‑a:

Aus­wer­tung nach TRACI-Methode:

Der Hin­ter­grund­be­richt muss sicher­stel­len, dass die bestehen­de EPD und die Ergän­zung der Aus­wer­tun­gen mit TRA­CI-Cha­rak­te­ri­sie­rungs­fak­to­ren auf dem­sel­ben Soft­ware­mo­dell beru­hen. Andern­falls wird eine kom­plet­te Veri­fi­zie­rung notwendig.

Der Nach­weis kann erfol­gen, in dem neben der TRA­CI-Aus­wer­tung gleich­zei­tig noch­mals die CML-Aus­wer­tung durch­ge­führt wird, die dann die glei­chen Wer­te, wie im ver­öf­fent­lich­ten EPD lie­fern muss.


 

Beschluss Num­mer 20140324‑l:

Die Hin­ter­grund­da­ten­bank Eco­In­vent Ver­si­on 3 erfüllt nicht die Anfor­de­run­gen der EN 15804. Eco­In­vent V3 darf nicht für die Erstel­lung von EPDs nach dem IBU-Pro­gramm ver­wen­det wer­den, bis die­ser Beschluss auf­ge­ho­ben wird.

Ergän­zung vom 20.08.2014: Mit der Ver­öf­fent­li­chung von Eco­in­vent Ver­si­on 3.01 (Mai 2014) bzw. 3.1 (Juli 2014) ist eine Aus­wer­tung der Daten­bank eco­in­vent ver­füg­bar gewor­den, die mit dem Sys­tem­mo­dell „Allo­ca­ti­on, cut-off by clas­si­fi­ca­ti­on“ eine Aus­wer­tung bie­tet, die metho­disch eco­in­vent Ver­si­on 2 nach­bil­det. Somit ist der Beschluss Num­mer 20140325‑l des SVR auf­ge­ho­ben; eco­in­vent in den Ver­sio­nen 3.01 bzw. 3.1 mit dem Sys­tem­mo­dell „Allo­ca­ti­on, cut-off by clas­si­fi­ca­ti­on“ kann für die Berech­nung von IBU EPDs unter Berück­sich­ti­gung der Vor­ga­ben in den IBU Pro­dukt­ka­te­go­rien­re­geln, Kap. 7.4., ver­wen­det wer­den. Das heißt bei der Ver­wen­dung von eco­in­vent 3.01 bzw. 3.1 muss die Allo­ka­ti­ons­me­tho­de „cut-off by clas­si­fi­ca­ti­on“ ver­wen­det werden.


 

Beschluss Num­mer 20140324‑n:

Die EN 15804 lie­fert für die Dekla­ra­ti­on von Was­ser­in­di­ka­to­ren kei­ne kla­re Definition.

Bis zu einem neu­en Ergeb­nis der Working Group des TC 350 zum The­ma Dekla­ra­ti­on von Was­ser­in­di­ka­to­ren gilt die im PCR-Doku­ment Teil A beschrie­be­ne Vor­ge­hens­wei­se unverändert.


 

Beschluss Num­mer 20131129‑g:

The­ma: Ver­fah­ren zur Indi­vi­dua­li­sie­rung von Muster-EPDs

Beschluss: Die all­ge­mei­ne Anwen­dung von Mus­ter-EPDs (mit worst-case-Ansatz) auf ver­schie­dens­te Bau­pro­duk­te kann zu nicht vor­her­seh­ba­ren Schwie­rig­kei­ten füh­ren. Eine grund­sätz­li­che Über­trag­bar­keit des Sys­tems einer Mus­ter-EPD ist daher nicht möglich.

Soll für eine Pro­dukt­grup­pe eine Mus­ter-EPD (mit worst-case-Ansatz) erstellt wer­den, muss ein Antrag beim SVA gestellt werden.


 

Beschluss Num­mer 20131129‑j:

The­ma: Pro­dukt­grup­pen­re­geln – PCR Teil B – neue und über­ar­bei­te­te PCR-Doku­men­te (IBU)

Beschluss: Anga­be von tech­ni­schen Daten in EPDs: Wird in der aus dem PCR vor­ge­ge­be­nen Tabel­le mit tech­ni­schen Daten eine Zei­le nicht dekla­riert, wird dies im Hin­ter­grund­be­richt begründet.

In der EPD wird die im PCR vor­ge­ge­be­ne Tabel­le kom­plett abge­bil­det und die nicht dekla­rier­te Zei­le mit „nicht rele­vant“ gekennzeichnet.


 

Beschluss Num­mer 20130704‑m:

The­ma: Kom­mu­ni­ka­ti­on der SVA-Beschlüs­se / Abstim­mung mit Verifizierern

Beschluss: Beschlüs­se des Sach­ver­stän­di­gen­aus­schus­ses (aus Sit­zun­gen und Umlauf­ver­fah­ren) wer­den in den Pro­to­kol­len gekenn­zeich­net (öffentlich/teilöffentlich/nicht öffent­lich), num­me­riert und auf der Home­page für alle bzw. in einem geschütz­ten Bereich für Veri­fi­zie­rer ver­öf­fent­licht. Eine zusätz­li­che Infor­ma­ti­on an bekann­te Ver­tei­ler­krei­se ist möglich.


 

 

Beschluss Num­mer 20130704‑r:

The­ma: Nach­wei­se für Mus­ter-EPDs und Durchschnitts-EPDs

Beschluss: Beruht eine EPD auf einer Mus­ter-EPD, so sind für das dekla­rier­te Pro­dukt die Pro­dukt-spe­zi­fi­schen Nach­wei­se zu erbringen.


 

Beschluss Num­mer 20130322‑l:

The­ma: Holzwerkstoffe

Beschluss: Für EPDs von Holz­werk­stof­fen, die kei­ne AgBB-Mes­sung nach­wei­sen, bleibt wei­ter­hin eine ver­kürz­te Gül­tig­keits­dau­er von 1 Jahr bestehen.


 

Beschluss Num­mer 20130322‑o:

The­ma: Soft­ware Tools – Sys­tem­ve­ri­fi­zie­run­gen Typ1 und Typ 2

Beschluss: A1_Prozessablauf_EPD_Erstellung_Systemverifizierung_Typ_1_und_Typ_2


 

Beschluss Num­mer 20130107‑f:

The­ma: Ergän­zung zu 20121004‑f

Beschluss: Die vor­ge­schla­ge­nen Tex­te für die Dekla­ra­ti­on von Was­ser und Abfäl­len wer­den ange­nom­men. Dekla­ra­ti­on des Indi­ka­tors für Wasser:

Daten, die auf Indus­trie­da­ten­er­he­bung beru­hen, unter­stüt­zen oft­mals den metho­di­schen Ansatz des Was­ser-Indi­ka­tors „Blue water con­sump­ti­on“ (ver­dampf­tes Was­ser) nicht. Falls für die Berech­nung der EPD-Ergeb­nis­se es nicht ver­mie­den wer­den kann, dass die­se Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze ver­wen­det wer­den, sol­len ver­schie­de­ne Fäl­le unter­schie­den werden:

Fall 1: Die Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze sind für das Gesamt­ergeb­nis relevant/signifikant. Der Indi­ka­tor wird nicht aus­ge­wie­sen, ent­spre­chend des SVA-Beschlus­ses vom 04.10.2012 und einer Fuß­no­te, dass die ver­wen­de­ten Daten­sät­ze den metho­di­schen Ansatz nicht unterstützen.

Fall 2: Die Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze sind für das Gesamt­ergeb­nis nicht relevant/insignifikant. Der Indi­ka­tor wird zusam­men mit einer zusätz­li­chen Erläu­te­rung aus­ge­wie­sen. Nicht alle Hin­ter­grund­da­ten­sät­ze unter­stüt­zen den metho­di­schen Ansatz des Was­ser-Indi­ka­tors. Der Wert des Indi­ka­tors beinhal­tet dadurch eine höhe­re Unsicherheit.

Die ein­zel­ne Dar­stel­lung der „Blue water con­sump­ti­on“ kann zu Miss- Inter­pre­ta­tio­nen füh­ren. (Der Wert „0“ ist nicht gleich­be­deu­tend mit der Tat­sa­che, dass kein Was­ser benö­tigt wird.) Optio­nal ist es mög­lich text­lich die Grö­ße Gesamt­was­serin­put (Blue water use) anzugeben.

Dekla­ra­ti­on der Indi­ka­to­ren für Abfälle:

Daten, die auf Indus­trie­da­ten­er­he­bung beru­hen, unter­stüt­zen oft­mals den metho­di­schen Ansatz der Abfall­in­di­ka­to­ren (depo­nier­te Abfälle/gefährliche Abfäl­le) nicht. Falls für die Berech­nung der EPD-Ergeb­nis­se es nicht ver­mie­den wer­den kann, dass die­se Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze ver­wen­det wer­den, sol­len ver­schie­de­ne Fäl­le unter­schie­den werden:

Fall 1: Die Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze sind für das Gesamt­ergeb­nis relevant/signifikant. Die Indi­ka­to­ren wer­den nicht aus­ge­wie­sen, ent­spre­chend des SVA-Beschlus­ses vom 04.10.2012 und einer Fuß­no­te, dass die ver­wen­de­ten Daten­sät­ze den metho­di­schen Ansatz nicht unterstützen.

Fall 2: Die Nicht-EN 15804-kon­for­men Daten­sät­ze sind für das Gesamt­ergeb­nis nicht relevant/insignifikant. Die Indi­ka­to­ren wer­den zusam­men mit einer zusätz­li­chen Erläu­te­rung aus­ge­wie­sen. Nicht alle Hin­ter­grund­da­ten­sät­ze unter­stüt­zen den metho­di­schen Ansatz der Abfall-Indi­ka­to­ren. Der Wert der Indi­ka­to­ren beinhal­tet dadurch eine höhe­re Unsicherheit.

Ergän­zung:

Als signi­fi­kant gel­ten Mate­ri­al­men­gen, die zu mehr als 3% (Mas­se) zur Pro­duk­t­her­stel­lung bei­tra­gen. Alter­na­tiv kann die Signi­fi­kanz über eine Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se im Hin­ter­grund­be­richt erläu­tert werden.

Ergän­zend zu SVR-Beschlus­ses 20130107‑f:

Ver­deut­li­chung des Beschlus­ses zu Abfall­in­di­ka­to­ren laut SVA Beschluss vom 07.01.2013: Es sind depo­nier­te nicht gefähr­li­che Abfäl­le, depo­nier­te gefähr­li­che Abfäl­le und die Men­ge an ent­stan­de­nen radio­ak­ti­ven Abfalls gemeint.


 

Beschluss Num­mer 20121004‑b:

The­ma: Mög­lich­keit der Frei­ga­be von PCR im Umlaufverfahren

Beschluss: In drin­gen­den Fäl­len für neue oder bei klei­ne­ren Ände­run­gen an PCR Doku­men­ten, besteht die Mög­lich­keit die­se in einem Umlauf­ver­fah­ren durch den SVA frei­zu­ge­ben. Das Umlauf­ver­fah­ren dau­ert i.d.R. 14 Tage.


 

Beschluss Num­mer 20121004‑c:

The­ma: Ver­fah­ren zur Bestel­lung von Prüfern

Beschluss: Das Ver­fah­ren zur Bestel­lung von Veri­fi­zie­rern ist in Kapi­tel 7ff der all­ge­mei­nen Grund­sät­ze des IBU geregelt.


 

Beschluss Num­mer 20121004‑e:

The­ma: Anfor­de­run­gen an die Erstel­lung von ESDs

Der Begriff Umwelt­sys­tem­de­kla­ra­ti­on darf gleich­be­deu­tend mit dem Begriff Umwelt­pro­dukt­de­kla­ra­ti­on ver­wen­det wer­den. Wei­ter­hin gel­ten für Sys­te­me bzw. ESDs die glei­chen Rechen­re­geln und Anfor­de­run­gen wie für EPDs. Eben­so wer­den ESDs in glei­cher Wei­se wie EPDs verifiziert.


 

Beschluss Num­mer 20121004‑f:

The­ma: Kon­kre­ti­sie­rung der Vor­ga­ben aus EN 15804 für die Berech­nung und Dekla­ra­ti­on der Indi­ka­to­ren Frisch­was­ser und Abfälle

Beschluss: Frisch­was­ser: Die Berech­nung des Indi­ka­tors „Use of net fresh water“ in EN 15804 ist nicht ein­deu­tig defi­niert. Beschluss: Die Berech­nung folgt dem der­zei­ti­gen Stand in der Water Foot­print Dis­kus­si­on nach ISO 14046: Net fresh water = con­sump­ti­ve freshwa­ter use = eva­po­ra­ti­on + evapo­tran­spi­ra­ti­on + embed­ded freshwa­ter+ drai­na­ge of freshwa­ter into the oce­an (exclu­ding rain­wa­ter) Abfäl­le: Im Nor­mungs­gre­mi­um wur­de der Begriff „dis­po­sed was­te“ als depo­nier­te Men­ge inter­pre­tiert. Beschluss: Dekla­ra­ti­on der Abfallflüsse:

- Hazar­dous was­te dis­po­sed kg: Men­ge des gefähr­li­chen Abfalls, der auf einer Depo­nie der Depo­nie­klas­se III oder IV abge­la­gert wird. Radio­ak­ti­ve Abfäl­le sind dar­in nicht enthalten.

- Non hazar­dous was­te dis­po­sed kg: Men­ge des nicht gefähr­li­chen Abfalls, der auf einer Depo­nie der Depo­nie­klas­se 0, I oder II abge­la­gert wird.

- Radio­ac­ti­ve was­te dis­po­sed kg: Men­ge des radio­ak­ti­ven Abfalls, der abge­la­gert wird.


 

Beschluss Num­mer 20121004‑h:

The­ma: Optio­na­le Toxi­zi­täts-Indi­ka­to­ren in EPDs

Beschluss: Inner­halb einer Kern- oder IBU-EPD dür­fen kei­ne Toxi­zi­täts­in­di­ka­to­ren ange­ge­ben wer­den. Inner­halb Der EPD darf kein Ver­weis auf ein zusätz­li­ches Doku­ment mit Toxi­zi­täts­in­di­ka­to­ren gege­ben wer­den. Toxi­zi­täts­in­di­ka­to­ren sind nicht Gegen­stand einer Verifizierung.