Für eine belastbare Ökobilanz müssen Mengen und Verbräuche zum betrachteten Produkt, Standort und Zeitraum passen. Stimmen Sie die Erhebungsvorlage mit Ihrem Ökobilanzierer ab, bevor verschiedene Abteilungen Daten liefern.
Produkt und Materialeinsatz erfassen
Bereiten Sie Produktionsmengen, Rezepturen beziehungsweise Materialzusammensetzung, Roh- und Hilfsstoffe sowie Verpackungen vor. Halten Sie Einheiten und Bezugsgrößen fest. Unterscheiden Sie Einkauf, Lagerbewegung und tatsächlichen Verbrauch, wenn diese Werte im betrachteten Zeitraum voneinander abweichen.
Energie, Transporte und Reststoffe zuordnen
Sammeln Sie die vereinbarten Informationen zu Strom, Brennstoffen, Wasser, Transporten, Abfällen und weiteren relevanten Stoffströmen. Werden mehrere Produkte gemeinsam hergestellt, dokumentieren Sie die vorhandene Messung und Zuordnung. Lassen Sie die fachliche Aufteilung mit dem Ökobilanzierer abstimmen.
Zeitraum und Qualität dokumentieren
Geben Sie für jeden Datensatz Zeitraum, Werk und Quelle an, etwa Zählerwerte oder betriebliche Auswertungen. Kennzeichnen Sie außergewöhnliche Produktionsbedingungen. Welche Zeiträume und Datenqualität zulässig sind, richtet sich nach den anwendbaren Regeln; verwenden Sie nicht ohne Abstimmung beliebige Vorjahreswerte.
Lücken und Lieferantenangaben klären
Fragen Sie benötigte Lieferanteninformationen mit klarer Produktzuordnung und Bezugsperiode an. Kennzeichnen Sie fehlende Daten und Schätzungen, erläutern Sie ihre Herleitung und lassen Sie deren Verwendung fachlich bewerten. Ersetzen Sie unbekannte Werte nicht eigenständig durch Null.