Das Projektkonsortium aus LIST Eco, Kapellmann Rechtsanwälte, KPMG Law und dem Institut Bauen und Umwelt e. V. (IBU) hat den Zuschlag für die Erarbeitung von Leitlinien zur Berücksichtigung des CO₂-Schattenpreises in öffentlichen Vergabeverfahren erhalten.
Ziel des Projekts ist es, praxisnahe Empfehlungen für die Berücksichtigung von CO₂-Schattenpreisen in Vergabeverfahren zu entwickeln. Damit sollen Klimawirkungen im Bauwesen künftig systematischer bewertet und Lebenszyklus- sowie Emissionsdaten stärker in öffentliche Beschaffungsprozesse integriert werden.
Das IBU bringt seine langjährige Expertise im Bereich Umweltproduktdeklarationen (EPDs) und Ökobilanzierung in das Projekt ein. Wie aktuell das Thema ist, zeigte bereits das IBU Fachforum 2026: Dort erläuterte Rechtsanwalt Stefan Latosik, wie CO₂-Schattenpreise künftig als Wertungskriterium in Vergabeverfahren eingesetzt werden können und welche zentrale Rolle belastbare Ökobilanzdaten dabei spielen.
Das Projekt unterstreicht die zunehmende Bedeutung verlässlicher Umweltdaten als Grundlage für klimabewusste und zukunftsfähige Beschaffungsentscheidungen.