Vorstand

Vorstand 2017-06-12T12:50:38+00:00

Die Mitglieder des Vorstandes im Institut Bauen und Umwelt e.V. sind:

Das Institut Bauen und Umwelt e.V. wird repräsentiert von:

Prof. Dr. Horst Bossenmayer

Präsident des IBU

„Wir können gemeinsam als Baustoffindustrie das nachhaltige Bauen mitgestalten.“

Das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) ist mit über 1.300 veröffentlichten Umwelt-Produktdeklarationen einer der weltweit führenden EPD-Programmhalter und der größte branchenübergreifende Verband für Nachhaltigkeitsinformationen im deutschen Bauprodukte- und Baustoffbereich. Rund 200 Mitgliedsunternehmen und -verbände aus 20 Nationen verschreiben sich unter dem Dach des IBU der Nachhaltigkeit – doch in vielen Fällen ist dieser Fokus ihre einzige Gemeinsamkeit. Wie bekommt man eine solche Vielzahl konkurrierender Branchen, Unternehmen, Meinungen und Interessen unter einen Hut?

Mit „Gleichgesinnten“ und einem gemeinsamen Ziel

Dies alles unter einen Hut zu bringen ist die Aufgabe von Hans Peters, dem Vorstandsvorsitzenden des IBU, und seinem Team von „Gleichgesinnten“, wie er den IBU-Vorstand nennt. „Unser gemeinsames Ziel ist es, fachlich-neutrale, also vorurteilsfreie Umweltinformationen zu Bauprodukten zur Verfügung zu stellen und die zugrundeliegende Idee weiter voranzutreiben und bekanntzumachen. Ich halte dies für eine der Kernaufgaben der Baustoffindustrie und bin der Meinung, dass wir eine wegweisende Umsetzung etabliert haben.“

Eine wichtige Basis für die Vorstandsarbeit bildet die sehr erfolgreiche Aufgabenteilung beim IBU. Die Geschäftsstelle übernehme einen Großteil der Aufgaben, die sonst dem Vorstand zukämen, erläutert Berthold Schäfer vom Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden: „Das Tagesgeschäft ist so effizient organisiert, dass dem Vorstand sehr viel Raum zur Verfügung steht, um sich grundlegenden, strategischen und zukunftsorientierten Themen widmen zu können.“ Und nicht ohne Stolz ergänzt Hans Peters: „Das IBU beziehungsweise unser EPD-Programm ist die Branchenlösung für Nachhaltigkeitsinformationen der Bauwirtschaft. Demgemäß sind praktisch alle Bauproduktehersteller im IBU vertreten und der Vorstand stellt einen repräsentativen Querschnitt daraus dar.“

 13 Experten, eine Einheit

Was dabei zunächst wie eine beachtliche Herausforderung erscheinen mag, versteht der Vorstand laut Holger Ortleb vom Bundesverband der Gipsindustrie als eine seiner großen Stärken: „Die Mitglieder im IBU-Vorstand decken die gesamte Breite der Bauprodukte ab – das ist von großer Bedeutung. So können wir uns produktübergreifend und kundenorientiert mit allen bedeutsamen Themen rund um die Bewertung von Bauprodukten im Kontext ihrer Anwendung beschäftigen.“ Frank Neumann von Rheinzink ergänzt, es sei außerdem von Vorteil, dass dabei „Vertreter aus allen Bereichen der Baustoffzulieferer, vom Hersteller bis zum Repräsentanten eines Verbandes, im Vorstand vertreten sind. Denn somit basiert die Arbeit des Vorstandes auf einer breiten Kompetenz und alle Entscheidungen spiegeln verschiedenste Sichtweisen – und somit bringt die Arbeit des Vorstandes auch passende Ergebnisse im Sinne aller Mitglieder hervor.“

Unterschiedliche Meinungen im Vorstand stellen also keinesfalls ein Hindernis dar. Im Gegenteil, sie werden als Bereicherung angesehen und prägen die offene, kreative und konstruktive Arbeitsatmosphäre. „Wir verstehen uns als Team und arbeiten auch so“, erklärt Berthold Schäfer. „Mit jeder Entscheidung und Empfehlung agieren wir als geschlossene Einheit – auch bei zunächst kontrovers diskutierten Themen. Das ist schon etwas Besonderes.“ Das sieht auch Hans Peters so: „Es ist immer wieder bewundernswert, wenn im Sinne der gemeinsamen Sache ‚Nachhaltigkeit‘ Wettbewerbs-Querelen außen vor bleiben und durchaus unterschiedliche Einschätzungen zu einer strategischen Positionierung zusammengeführt werden.“

Fundament und Meilensteine

Die strategische Arbeit zahlt sich offenbar aus. „Dem IBU ist es nicht nur gelungen, eine stabile Basis aufzubauen und zu erhalten, sondern wir gewinnen kontinuierlich neue Mitglieder hinzu“, freut sich Berthold Schäfer. „Das belegt für mich, dass wir nicht nur mit dem richtigen ‚Produkt‘ am Markt sind, sondern auch unsere Funktion als EPD-Programmhalter bestens erfüllen.“ Zu den wichtigsten Meilensteinen, die das IBU darüber hinaus erreichen konnte, gehören laut Hans Peters die praxisgerechte Anpassung der bestehenden internationalen Normung auf die deutschen Verhältnisse im Bauwesen, die erfolgreiche Gründung der ECO Platform für ein europaweit einheitliches Vorgehen in der Nachhaltigkeitsinformation für Bauprodukte sowie die Einigung auf eine harmonisierte Normenbasis für Bauprodukte, die nun Grundlage für alle EPDs in der EU ist.

Herausforderungen des nachhaltigen Bauens

Doch es kommen auch noch einige Aufgaben auf das IBU zu. Bernhard Hauke vom bauforumstahl nennt einige der größten: „Wir wollen Wege finden, den PEF-Ansatz der EU-Kommission und den EPD-Ansatz von CEN/TC 350 für das Bauwesen in Einklang zu bringen. Durch gegenseitige Anerkennungen mit anderen EPD-Programmen, durch Stärkung der ECO Platform und durch Kooperationen mit weiteren Gebäudezertifizierungssystemen werden wir unsere Arbeit weiter internationalisieren. Außerdem erweitern wir unser Aufgabengebiet, zum Beispiel wollen wir mehr Mitglieder aus dem Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung gewinnen und wir wollen uns auch sozialen Themen stärker widmen. Und wir müssen, bei Politik und Gesellschaft verstärkt für den komplexen, aber letztlich richtigen Ansatz des IBU eintreten, Bauprodukte nicht auf Produktebene zu bewerten.“ Das ist auch Holger Ortleb ein wichtiges Anliegen: „Leider greifen sogenannte Ökolabels immer wieder zu kurz und suggerieren Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit, ohne die Verwendung genau zu beschreiben. Genau hier liegt das Problem: Auf den Kontext im Bauwerk kommt es an.“ Auch die Geschäftsstelle des IBU liefert immer wieder Impulse für die Vorstandsarbeit, wie zum Beispiel im Bereich der Digitalisierung von Nachhaltigkeitsinformationen, in dem das IBU sich verstärkt engagiert.

Hans Peters fasst zusammen: „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist die Positionierung des Vereins unter sich ständig verändernden Rahmenbedingungen. Diese Veränderungen abzuschätzen, ist ebenso notwendig wie der entsprechende Abgleich normativer Vorgehensweisen mit den Markterfordernissen – und das ist uns bisher sehr gut gelungen.“ Abschließend stellt Bernhard Hauke fest: „Im IBU-Vorstand können wir gemeinsam als Baustoffindustrie das nachhaltige Bauen mitgestalten.“