Beschlüsse des Sachverständigenrates (SVR)

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Beschlüsse des Sachverständigenrates (SVR) 2017-09-14T11:20:28+00:00

 

Beschlussübersicht


(Stand: 12.07.2017)

 

4.d. PCR Teil A und B: Umbenennung der Indikatorbeschreibung ADP

Die Benennung der Wirkungsindikatoren erfolgt gemäß EN 15804:

– Potenzial für die Verknappung von abiotischen Ressourcen – nicht fossile Ressourcen (ADP – Stoffe)

– Potenzial für die Verknappung von abiotischen Ressourcen – fossile Brennstoffe (ADP – fossile Energieträger)

Beschluss-Nr. 20170712-h:

Die Umbenennung des Indikators ADP wird in den PCRs umgesetzt.

 


 

4.e. PCR Teil B: Ergänzung der Anforderungen in Kap. 2.1 Produktdefinition

Die PCR Teil B werden wie folgt in Kapitel 2.1 ergänzt (neu in kursiv):

Die deklarierten Produkte müssen beschrieben werden. Dabei sind neben einer allgemeinen

Produktbeschreibung die Handelsbezeichnung der Produkte/Produktgruppen (einschließlich jeglicher

Produktcodes) zu nennen, für die die EPD gilt.

Ist die Nennung von Namen der Produkte/Produktgruppen z.B. im Rahmen von Verbands-EPDs nicht

sinnvoll möglich, so muss die Produktbeschreibung die Produkte/Produktgruppen eindeutig abgrenzen, für die die EPD gilt.

Beschluss-Nr. 20170712-i:

Die Produktdefinition wird in den PCRs geändert.

 


 

TOP 6. Software Tools zur EPD Erstellung: Ergänzungen der IBU Regeln

Zwei Bereiche in den IBU Regularien werden derzeit überarbeitet:

  1. XML-Datei
  2. Verfahrensanweisung zur Erstellung, Benutzung und Verifizierung von System I und II EPD-Tools

Zu 1: XML-Datei

Beschluss Nr. 20170712-k:

Software-Tools müssen in der ersten EPD immer den größten Scope deklarieren (Wenn das Tool A1-C4+D inkl. Szenarien rechnen kann, muss die erste EPD aus dem Tool auch alle diese Fälle abbilden).

Beschluss Nr. 20170712-l:

Software-Tools verpflichten, dass alle EPDs als XML-Datei (im ILCD+EPD Format) geliefert werden, um in IBU.Data veröffentlicht werden zu können. Ausnahme besteht bei System II Tools, hier genügt es, wenn ein Referenzprodukt, das dem SVR im Rahmen der Toolfreigabe vorgestellt wird, als XML-Datei zur Verfügung steht (Der Hersteller macht Vorschläge für die Referenzprodukte).

 


 

TOP 7. Angaben zu den Modulen (Wiedervorlage)

7.a. und b. Angaben zu den Modulen (Wiedervorlage)

Beschluss Nr. 20170712-n:

Die Module B3, B4 und B5 sind nur auf Gebäudeebene relevant und werden als MNR im IBU System gekennzeichnet.

Beschluss Nr. 20170712-o:

In Modul B2 werden die Aufwände zur Instandsetzung, Reparatur usw. über die Nutzungsdauer des Produkts im IBU Programm deklariert. Dieser Beschluss gilt bis auf Widerruf durch die ECO Platform.

 


Regelungen zur RSL

Die Quelle und Hintergrundinformationen zur Deklaration von Angaben zur Lebensdauer/RSL soll in Kapitel 4 der PCR Teil B detaillierter beschrieben werden.

Hierbei wird zukünftig unterschieden zwischen:

          – Angaben zur RSL durch den Hersteller gemäß ISO 15686-1, -2, -7 und -8

          – Angabe zur Lebensdauer gemäß BBSR Tabelle bzw. 2067 VDI Blatt1

          – Angabe zur Lebensdauer durch den Hersteller aufgrund von z.B. Erfahrungswerten (nicht gemäß ISO 15686).

Die Angabe einer RSL oder Lebensdauer ist nur bei EPDs vom Typ cradle-to-grave verpflichtend. Die drei o.g. Angaben sind nebeneinander möglich.

Folgende Informationen werden in Kapitel 4 der PCR Teil B ergänzt:

  1. Überschrift:
    In case a reference service life according to applicable ISO standards is declared then the assumptions and in-use conditions underlying the determined RSL shall be declared. The same holds for a service life declared by the manufacturer.
  2. Bei der Deklaration der RSL gemäß ISO 15686-1, -2, -7 und 8 müssen die folgenden Informationen aufgeführt werden:
    a. Declared product properties (at the gate) and finishes, etc.
    b. Design application parameters (if instructed by the manufacturer), including the references to the appropriate practices and application codes
    c. An assumed quality of work, when installed in accordance with the manufacturer’s instructions
    d. Outdoor environment, (for outdoor applications), e.g. weathering, pollutants, UV and wind exposure, building orientation, shading, temperature
    e. Indoor environment (for indoor applications), e.g. temperature, moisture, chemical exposure
    f. Usage conditions, e.g. frequency of use, mechanical exposure
    g. Maintenance e.g. required frequency, type and quality and replacement of components
  3. Die unter 2. aufgeführten Angaben werden auch -sofern relevant- bei Herstellerangabe, die nicht gemäß ISO 15686 ermittelt werden, angegeben.

 Beschluss-Nr. 20170315-e:

Der SVR wünscht eine unmissverständliche Bezeichnung für den Begriff „life span (according to the manufacturer)“ und möglichst eine Erklärungshilfe für den Ersteller der EPD in Bezug auf die anzugebenden Informationen. Nach Einarbeitung der Änderungen durch das IBU erfolgt die Veröffentlichung der neuen Texte in den PCR Teil B.

 


 

Ergänzung der PCR Teil A

6.a.        Aufgabe Nr. 20161104-11: Überarbeitung der PCR Teil A zum Thema R1 bei Müllverbrennungsanlagen (Herr Dr. Werner)

 

Beschluss-Nr. 20170315-j:

Die Änderungen in PCR Teil A zum Thema R1 werden angenommen (Kapitel 5.5.6).
 


 

Beschluss Nr. 20170315-h:

Die folgenden Beschlüsse des SVR werden zurückgezogen:

  1. Beschluss Nr 20121004-e: Anforderungen an die Erstellung von ESDs
  2. Beschluss Nr 20140704-c: Definition des Begriffs ESD
  3. Beschluss Nr 20150630-e: technischen Daten für deklariertes Produkt

 

Aufgabe 2016318-6: Deklaration von Verpackungsmengen

Hintergrund:
Bei einer vollständigen Bilanzierung eines Bauproduktes z.B. im Rahmen einer Gebäudebewertung muss auch die Entsorgung der Verpackungsmaterialien einbezogen werden. Wird Modul A5 nicht deklariert, so müssen die Informationen bereitgestellt werden, die die Quantifizierung der Entsorgung der Verpackungsmengen auf der Baustelle erlauben.

Antrag:
Die PCR Teil B werden wie folgt ergänzt:
„Wird in EPDs in Modul A3 die Verwendung von Verpackungsmaterial für das deklarierte Produkt bilanziert, dabei aber Modul A5 mit der Entsorgung des Verpackungsmaterials auf der Baustelle nicht deklariert, so müssen die bilanzierten Mengen an Verpackungsmaterialien als technische Szenarioinformationen für Modul A5 in der EPD, Kap. 4, deklariert werden.

Beschluss-Nr. 20161104-m:

Beschluss zur Annahme des Textes zur Verpackungsmenge in PCR Teil B, Kap. 4.


 

Beschluss-Nr. 20161104-k:

Folgende Textergänzung (kursiv)/Änderung (durchgestrichen) für die nicht Kern-EPD:

Bei mit Bioziden behandelten Bauprodukten müssen der Wirkstoff und die Produktart (Topfkonservierer, Filmkonservierer, Holzschutz etc., gemäß Biozidprodukteverordnung) genannt werden (vgl. auch 1.4).
Zusätzlich sind Hilfsstoffe und Zusatzmittel zu deklarieren, die am Produkt verbleiben.
Werden Additive wie Brandhemmer oder Weichmacher oder Biozide eingesetzt, so ist deren funktionale chemische Gruppe zu nennen.
Weitere Aussagen wie „…ist frei von…“ dürfen nicht verwendet werden.


 

Beschluss-Nr. 20161104-j:

Die CRM-Stoffe können nicht in der Kern-EPD adressiert werden, aber da CRM-Stoffe bald SVHC Stoffe werden, nimmt das IBU diese in die Deklaration auf.
Hinweis im Nachgang zur Sitzung: Ergänzung dieser Angaben in Kapitel 2.6. des PCR Teil B.

 

UBA Papier und Stand Kommunikationsformat SVHC aus Beschluss-Nr. 20151210-e

2.6 Grundstoffe/Hilfsstoffe
Die hauptsächlichen Produktkomponenten und/ oder Stoffe sind in Masse-% anzugeben, um den Nutzer der EPD zu befähigen, die Zusammensetzung des Produkts im Lieferzustand zu verstehen. Diese Angaben sollen auch die Sicherheit und Effizienz bei Einbau, Nutzung und Entsorgung des Produkts unterstützen.

Die Deklaration des stofflichen Produktinhalts muss als Minimum eine Aussage über diejenigen im Produkt enthaltenen Stoffe machen, die in der „Candidate List of Substances of Very High Concern for Authorisation“ (Liste der Kandidaten für die Aufnahme in die Zulassungsliste (besonders besorgniserregende Stoffe – SVHC)) geführt werden. Dabei ist das letzte Änderungsdatum der Kandidatenliste anzugeben, auf dass sich die Aussage bezieht. Ebenfalls angegeben werden müssen CMR-Stoffe der Kategorien 1A und 1B, wenn eine europäisch harmonisierte Einstufung vorliegt, sowie Informationen über die Behandlung mit Bioziden. Soweit der Gehalt eines besonders besorgniserregenden Stoffes (SVHC) den Grenzwert von 0,1 Massen-% im Bauprodukt überschreitet (bzw. einen niedrigeren spezifischen Konzentrationsgrenzwert), muss er aufgelistet werden. Gleiches gilt für die Auflistung der CMR-Stoffe, die nicht auf der Kandidatenliste stehen.

Ist das Bauprodukt chemikalienrechtlich ein Stoff oder ein Gemisch, bezieht sich der Konzentrationsgrenzwert auf das gesamte Produkt, handelt es sich um ein Erzeugnis, gilt das Teilerzeugnis als Bezugseinheit. Sofern das Bauprodukt ein Gemisch ist, muss sowohl das Sicherheitsdatenblatt mit der EPD zugänglich gemacht werden (z.B. als Anhang), als auch etwaige SVHC und ihre Konzentrationen in der EPD genannt werden.

Diese Aussage muss folgende Form haben:

Enthält Stoffe der Kandidatenliste (Datum tt.mm.jjjj) oberhalb 0,1 Massen-% in mindestens einem Teilerzeugnis: ja/nein.
Enthält weitere CMR-Stoffe der Kategorie 1A oder 1B, die nicht auf der Kandidatenliste stehen, oberhalb 0,1 Massen-% in mindestens einem Teilerzeugnis: ja/nein

Dem vorliegende Bauprodukt wurden Biozidprodukte zugesetzt oder es wurde mit Biozidprodukten behandelt (es handelt sich damit um eine behandelte Ware im Sinne der Biozidprodukteverordnung): ja/nein
Falls ja:
– Auflistung der oben genannten SVHC, weiterer CMR-Stoffe, Biozide

Bei SVHC/weiteren CMR-Stoffen: Angaben zur Konzentration bzw. zum Konzentrationsbereich (analog zu den Angaben in einem Sicherheitsdatenblatt), Angabe der gefährlichen Eigenschaften, sowie bei Erzeugnissen ggf. die Angabe des Teilerzeugnisses.

Bei mit Bioziden behandelten Bauprodukten müssen der Wirkstoff und die Produktart (Topfkonservierer, Filmkonservierer, Holzschutz etc., gemäß Biozidprodukteverordnung) genannt werden (vgl. auch 1.4).

Weitere Aussagen wie „…ist frei von…“ dürfen nicht verwendet werden.“Die Deklaration des stofflichen Produktinhalts muss als Minimum diejenigen im Produkt enthaltenen Stoffe aufzählen, die in der „Candidate List of Substances of Very High Concern for Authorisation“ (Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe für die Zulassung) geführt werden, soweit ihr Gehalt die Grenzwerte für ihre Registrierung durch die Europäische Chemikalienagentur überschreitet.

Hinweise wie „…ist frei von…“ dürfen nicht verwendet werden.
Zusätzlich sind Hilfsstoffe und Zusatzmittel zu deklarieren, die am Produkt verbleiben.
Werden Additive wie Brandhemmer oder Weichmacher oder Biozide eingesetzt, so ist deren funktionale chemische Gruppe zu nennen.


 

Aufgabe 20160715-1: Bisher wurden die Projekte zur Systemverifizierungen vor der Verifizierung dem SVR vorgestellt. Diese Regelung soll überdacht und die Detailtiefe der Projektvorstellung spezifiziert werden

Die IBU Geschäftsstelle wünscht weiterhin eine Vorstellung und Einschätzung des SVRs der folgenden Punkte:
1. Geltungsbereich (Firmen, Produkte, Module der Ökobilanz, etc.)
2. Ziel des Tools
3. Nutzer des Tools
4. Überprüfbarkeit/Manipulierbarkeit des Tools
5. Stichprobenprüfung der EPDs aus dem Tool
6. Revision (Planung)
7. Potentielle Menge der EPDs aus dem Tool

Der SVR ergänzt diese Liste mit den folgenden Themen:
8. Beispiel-EPD aus dem Tool
9. Funktionsweise des Tools (z.B. veränderbare/nicht veränderbare Parameter)

Es bestehen bereits Vorgaben zur Systemverifizierung (z.B. Beschluss Nummer 20130322-o). Diese sollen geprüft werden in Hinblick auf die einzelnen Schritte der Systemverifizierung:
1. Vorstellung beim SVR
2. Initiale Systemverifizierung
3. Re-Verifizierung

Dabei soll auch die eindeutige Nummerierung der EPDs und die Überprüfungsroutinen geregelt werden sowie Regelungen zum Zugang zu der Dokumentation (Beispiel EPD und Verifizierungsbericht) für den SVR.
Die bei der Verifizierung verwendeten Checklisten und die Regelungen zur System 1 und 2 Verifizierung sind im Anhang des Protokolls zu finden. Das Thema wird in der nächsten Sitzung nochmals besprochen.

 

Aufgabe 20160318-5: Regeln zur Dauer der Verifizierertätigkeit:

Das IBU hat folgenden Vorschlag zur Regelung in den Allgemeinen Programmanleitung in Kap. 3.2 Kompetenzen des SVR:

– Der SVR ist berechtigt Verifizierer von ihrer Tätigkeit zu entbinden.
– Falls ein Verifizierer 2 Jahre inaktiv war (bzw. nicht an den verpflichtenden Verifizier Meeting teilgenommen hat), muss er erneut vom SVR berufen werden.

Vom SVR kommt der Hinweis, dass man die Berufung auf einen Zeitraum von 5 Jahre begrenzen könnte. Das IBU prüft dahingehend die Verträge mit den Verifizierern.

Beschluss Nr. 20161104-b:

Die zusätzlichen Kompetenzen des SVR zur Entbindung und Neuberufung von Verifizierern werden in Kapitel 3.2. der allgemeinen Programmanleitung des IBU übernommen.


 

Beschluss Nr. 20160715-m+n+o+p:

Neufassung der Muster für EPDs (Stand: August 2016)

 

Kapitel 2.1 Produktbeschreibung/Produktdefinition

(Herstellerangaben)

Daran jeweils anschließend für alle Alternativen folgender Text:.

/Alternative 1a: Produkt nach CPR mit hEN/:

Für das Inverkehrbringen des Produkts in der EU/EFTA (mit Ausnahme der Schweiz) gilt die Verordnung (EU) Nr. 305/2011 (CPR). Das Produkt benötigt eine Leistungserklärung unter Berücksichtigung der /EN xyz: Datum, Titel/ und die CE-Kennzeichnung

Für die Verwendung gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen.

 

/Alternative 1b: Produkt nach CPR mit ETA/:

Für das Inverkehrbringen des Produkts in der EU/EFTA (mit Ausnahme der Schweiz) gilt die Verordnung (EU) Nr. 305/2011 (CPR). Das Produkt benötigt eine Leistungserklärung unter Berücksichtigung der /ETA Nr. xyz , Datum, Titel/ und die CE-Kennzeichnung.

Für die Verwendung gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen.

 

/Alternative 2a: Produkt, das nicht auf Grund der CPR sondern anderer Vorschriften der EU harmonisiert ist

Für das Inverkehrbringen des Produkts in der EU/EFTA (mit Ausnahme der Schweiz) gilt/gelten die folgenden Harmonisierungsrechtsvorschriften der EU:

/Richtlinie Nr. xyz, Datum, Titel /

/Verordnung/ Nr.xyz, Datum, Titel/

und deren auf dieser Grundlage harmonisierte Normen /EN xyz, Datum, Titel/.

Die CE-Kennzeichnung erfolgt für das Produkt unter Beachtung des Nachweises seiner Konformität mit den folgenden harmonisierten Normen auf Grund der genannten Harmonisierungsrechtsvorschriften:

/EN.xyz, Datum, Titel/…..

Für die Verwendung gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen.

 

/Alternative 2b : Produkt, das sowohl auf Grund der CPR, als auch anderer Vorschriften der EU harmonisiert ist/.

Für das Inverkehrbringen des Produkts in der EU/EFTA (mit Ausnahme der Schweiz) gelten die /Verordnung (EU) Nr. 305/2011/ (CPR) und die folgenden anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften /Richtlinie (EU) xyz, Datum, Titel/ bzw. /Verordnung (EU) Nr. xyz, Datum, Titel/. Das Produkt benötigt eine Leistungserklärung nach der CPR unter Berücksichtigung der /EN xyz: Datum, Titel/ bzw. der /ETA Nr. xyz , Datum, Titel/  und die CE-Kennzeichnung.

Die CE-Kennzeichnung erfolgt für das Produkt unter Beachtung der Leistungserklärung nach der CPR und des Nachweises der Konformität mit den folgenden harmonisierten Normen auf Grund der anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften.

/EN…../

Für die Verwendung gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen.

 

/Alternative 3: Produkt, das keinen Harmonisierungsrechtsvorschriften der EU  unterliegt/:

Für die Verwendung des Produkts gelten die jeweiligen nationalen Bestimmungen, am Ort der Verwendung, in Deutschland zum Beispiel die /Bauordnungen der Länder/ und die technischen Bestimmungen auf Grund dieser Vorschriften.

 

Kapitel 2.2: Verwendung des Produkts

(Herstellerangaben)

 

Kapitel 2.3:Technische Daten des Produkts

(Daten tabellarisch)

/Alternative 1a: Produkt nach CPR mit hEN/:

·         Leistungswerte des Produkts entsprechend der Leistungserklärung in Bezug auf dessen Wesentliche Merkmale gemäß /EN xyz  Datum, Titel/:.

·         Freiwillige Angaben für das Produkt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestandteil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 1b: Produkt nach CPR mit ETA/:

·         Leistungswerte des Produkts entsprechend der Leistungserklärung in Bezug auf dessen Wesentliche Merkmale gemäß /ETA xyz, Nr., Datum, Titel/.

·         Freiwillige Angaben für das Produkt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestandteil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 2a: Produkt, das nicht auf Grund der CPR sondern anderer Vorschriften der EU harmonisiert ist/:

·         Leistungswerte des Produkts gemäß der auf Grund der anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften aufgeführten harmonisierten Normen.

·         Freiwillige Angaben für das Produkt : /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestandteil der CE-Kennzeichnung.)).

 

/Alternative 2b : Produkt, das sowohl auf Grund der CPR, als auch anderer Vorschriften der EU harmonisiert ist./

·         Leistungswerte des Produkts entsprechend der Leistungserklärung nach der CPR in Bezug auf dessen Wesentliche Merkmale gemäß /EN xyz  Datum, Titel/:bzw. /ETA xyz, Nr., Datum, Titel/

·         Leistungswerte des Produkts gemäß der auf Grund der anderen Harmonisierungsrechtsvorschriften aufgeführten harmonisierten Normen.

·         Freiwillige Angaben für das Produkt: /Quelle, Datum, Titel/ ((Nicht Bestandteil der CE-Kennzeichnung)).

 

/Alternative 3: Produkt, das keinen Harmonisierungsrechtsvorschriften der EU unterliegt/:

Leistungswerte des Produkts in Bezug auf dessen Merkmale nach der maßgebenden technischen Bestimmung..((Keine CE-Kennzeichnung)).

 

Kapitel 2.4: Inverkehrbringen /Anwendungsregeln: Streichen.

 

Hinweis: Dieser Beschluss ersetzt Beschluss Nr. 20160318-e + f.


 

Beschluss Nr. 20160715-h:

Neue Version des PCR A: Die neue Version 1,5 enthält Klarstellungen im Kapitel 7.1.3 Anforderungen an die Berechnung der energiebezogenen Indikatoren im Entsorgungsstadium.


 

Beschluss Nr. 20160715-s:

Der SVR stimmt dem Vorschlag des IBU zu. Herr Kreißig kann somit durch den Präsidenten des IBU als neues Mitglied des SVRs berufen werden.


 

Beschluss Nr. 20160318-m+n:. LCA Ergebnisse für Module B4 und B5:

In einigen EPDs werden die Module B4 (Ersatz) + B5 (Umbau/Erneuerung) mit der Begründung einer langen Haltbarkeit als „0,00“ deklariert.

Beschluss Nr. 20160318-m: Als Übergangslösung wird für die Deklaration der Module B4 und B5 die „0“ akzeptiert.

Beschluss Nr. 20160318-n: Um einen Wert mit „0“ in einem Modul zu deklarieren, muss es sich um eine nachweisbare 0 handeln.


 

Beschluss-Nr. 20160318-h:

Herr Prof. Wigger (Jade Hochschule) wird als neues Mitglied des SVR berufen.


 

Beschluss-Nr. 20160318-g:

Prof. Irmschler tritt auf eigenem Wunsch vom SVR zurück. Die Nachfolge für den Vorsitz im SVR übernimmt Dr. Frank Werner.


 

Beschluss Nr. 20160318-e + f: Änderung der Standardtexte des PCR Teil B

Überarbeiteter Standardtext für 2.3.:

Die technischen Daten der Produkte, die im Geltungsbereich der EPD liegen, sind unter Verweis auf die den einzelnen Daten zugrunde liegenden Prüfregeln (z.B. Normen) zu nennen.

Bei Produkten mit CE- Kennzeichnung müssen insbesondere die Leistungen gemäß Leistungserklärung angegeben werden.

Überarbeiteter Standardtext für 2.4.:

Für die im Geltungsbereich der EPD genannten Produkte sind die geltenden Anwendungsregeln zu nennen (z.B. Normen, Richtlinien, sonstige Bestimmungen).

Anforderungen an Kapitel 2.13 Referenznutzungsdauer:

Der folgende Satz wird ergänzend angenommen:

„Falls keine RSL nach ISO 15686 deklariert wurde, soll beschrieben werden welche Annahmen zur Nutzungsdauer getroffen wurden.“

Kapitel 3.6 Datenqualität

Der folgende Satz wird  ergänzend angenommen:

„Eine Abschätzung der Datenqualität (Vordergrunddaten und Hintergrunddaten) ist zu machen; dabei ist auch das Alter der verwendeten Hintergrunddaten anzugeben.

Die verwendete Hintergrunddatenbank ist zu nennen.“


 

Beschluss-Nummer 20150210-f:

Wenn Modul D deklariert wird, muss zwingend das entsprechend Module C3 oder C4 deklariert werden. Auch wenn dessen Wert mit „0“ angegeben wird.

Ergänzung: Dies gilt analog für jedes Modul A4 bis C2, das Stoff- oder Energieströme generiert, für die in Modul D Lasten und Gutschriften vergeben werden.


 

Beschluss-Nr. 20151008-d:

Die Anträge 6.a. und 6.b. werden mit folgender Begründung abgelehnt: Der Verband ist für die Repräsentativität der Angaben in der EPD verantwortlich. Dies betrifft sowohl die Datensammlung als auch den Bereich der Nachweise.

Zugrundeliegende Anträge aus der Mitgliederversammlung:

  1. a) Harmonisierung der Anforderungen an Branchen-EPD und Hersteller-EPD (I):

Antrag auf Offenlegung der Unternehmen und Produktionsstandorte auch in der Branchen-EPD (allerdings nicht kategorisch für alle Verbandsmitglieder, sondern nur für jene, die tatsächlich ihre Vordergrunddaten für die Erstellung der Branchen-EPD geliefert haben)

  1. b) Harmonisierung der Anforderungen an Branchen-EPD und Hersteller-EPD (II):

Antrag auf Nennung des Unternehmens und Produktes, dessen Prüfbericht(e) in der Branchen-EPD verwendet wird/werden.


 

Beschluss Nr. 20150630-b:

Entsprechend der Produktnorm EN 16485:2014-07 soll der Text im PCR Teil A zur Deklaration im Kapitel 8.1 ergänzt werden (Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Textvorschlag sind kursiv wiedergeben).

Zur Deklaration der in einem Material gespeicherten Primärenergie im End-of-Life:

Folgende Fälle können unterschieden werden (siehe auch EN 16485):

Recycling

Der Export an im Material gespeichertem erneuerbarem/nicht erneuerbarem Energieinhalt wird in Modul C3 als negativer Wert deklariert (identisch dem in Modul A1-A3 deklarierten positiven Wert als nicht energetisch verwendeter erneuerbarer/nicht erneuerbarer Primärenergie),

Die Verwendung des recyclierten Materials wird in Modul D mit dem Indikator „Einsatz von Sekundärmaterial“ deklariert.

Energierückgewinnung (in einer Anlage mit einem R1-Wert > 0.6)

Der Export an im Material gespeichertem erneuerbarem/nicht erneuerbarem Energieinhalt wird in Modul C3 als negativer Wert deklariert (identisch dem in Modul A1-A3 deklarierten positiven Wert als nicht energetisch verwendeter erneuerbarer/nicht erneuerbarer Primärenergie),

Die Verwendung des recyclierten Materials als Brennstoff wird in Modul D mit dem Indikator „Einsatz von Sekundärbrennstoffen“ deklariert.

Thermische Abfallbehandlung (in einer Anlage mit einem R1-Wert < 0.6)

Die Nichtverwendung als Material der im Material gespeichertem erneuerbarem/nicht erneuerbarem Energieinhalt wird in Modul C4 als negativer Wert deklariert (identisch dem in Modul A1-A3 deklarierten positiven Wert als nicht energetisch verwendeter erneuerbarer/nicht erneuerbarer Primärenergie).

Der Einsatz der im Material gespeichertem erneuerbarem/nicht erneuerbarem Energieinhalt als Brennstoff wird in Modul C4 als positiver Wert deklariert (identisch dem in Modul A1-A3 deklarierten positiven Wert als nicht energetisch verwendeter erneuerbarer/nicht erneuerbarer Primärenergie),

Der Export der erzeugten Energie wird als exportierte Energie deklariert; deren Substitutionswirkung wird in Modul D ausgewiesen.

Deponierung

Es werden keine weiteren Indikatoren zum Einsatz von Primärenergie deklariert.


 

Beschluss-Nr. 20150630-e:

Zur Darstellung der Repräsentativität müssen sich die Zahlenwerte in den technischen Daten auf das deklarierte Produkt beziehen.


 

Beschluss-Nr. 20150630-k:

CO2-Zertifikate dürfen in den IBU-EPDs nicht mehr einberechnet werden. Das PCR-Dokument Teil A wird entsprechend geändert.


 

Beschluss-Nummer 20150210-e:

EPDs des IBU können einen freiwilligen, informativen Anhang ohne Verifizierung mit den Kenndaten entsprechend des Schweizer KBOB erhalten. Dieser Anhang muss optisch deutlich getrennt werden, so dass eindeutig ersichtlich wird, dass dieser Anhang eine Selbstdeklaration darstellt und nicht verifiziert ist.


 

Beschluss-Nummer 20150210-f:

Wenn Modul D deklariert wird, muss zwingend das entsprechend Module C3 oder C4 deklariert werden. Auch wenn dessen Wert mit „0“ angegeben wird.


 

Beschluss-Nummer 20150210-j:

Festlegung des Ablaufs zur Verifizierer Bewerbung

Vorgehen für zukünftige Verifizierer Bewerbungen:

  1. Die in der Geschäftsstelle eingegangenen Unterlagen werden auf Vollständigkeit geprüft.
  2. Vollständige Unterlagen werden dem SVR vorgelegt, bei grundsätzlicher Eignung wird der/die Bewerber/in zur Vorstellung vor dem SVR eingeladen.
  3. Nur nach erfolgreicher Vorstellung vor dem SVR kann der/die Bewerber/in mit zwei Verifizierungen unter Supervision eines erfahrenen IBU Verifizierers (mind. 20 geprüfte EPDs) anfangen. Der Bericht über die Verifizierungen unter Supervision wird dem SVR vorgelegt. Der SVR entscheidet über die Zulassung als Verifizierer beim IBU.

 

Beschluss Nummer 20140704-b:

PCR Teil A:

8.2 Parameter zur Beschreibung der Umweltwirkungen gemäß EN 15804

Für die Berechnung der Wirkungskategorien werden die in der EN 15804:2012+A1 (Oktober 2013) (Annex C) veröffentlichten Charakterisierungsfaktoren verwendet. Diese Charakterisierungsfaktoren wurden in der Version vom Jahr 2012 von CML (Institute of Environmental Sciences Faculty of Science University of Leiden, Netherlands) als „baseline“ veröffentlicht.

Für Umweltauswirkungen, für die in der EN 15804+A1 keine Charakterisierungsfaktoren angegeben werden, sollen neue Charakterisierungsfaktoren entwickelt werden. Sie müssen der Methodik der CML folgen. Stoffströme, die nicht charakterisiert sind und so gegebenenfalls zu einer Überschreitung der Abschneidekriterien führen, müssen genannt werden.

Sind spezifische ADP-Werte für fossile Brennstoffe bekannt, müssen diese mit Quelle genannt und verwendet werden.

Im Hintergrundbericht und im Verifizierungsbericht muss die normgerechte Verwendung von Charakterisierungsfaktoren bestätigt werden.

Für neue Umweltproduktdeklarationen gilt eine Übergangsfrist von maximal 2 Jahren.

Werden während der Übergangsfrist nicht die in EN 15804+A1, Annex C, veröffentlichten Charakterisierungsfaktoren verwendet, so ist dies im Hintergrundbericht zu begründen.

Die entsprechende Referenz zu den Charakterisierungsfaktoren ist im Hintergrundbericht und in der EPD zu nennen.

8.3 Optionale Ergänzungen zur EPD innerhalb des Prüfumfangs der Verifizierung

Optional ist für die gegenseitige Anerkennung der EPD unter IBU und auf dem amerikanischen Markt unter ULe eine zusätzliche Auswertung mit den Charakterisierungsfaktoren nach TRACI (Version 2.1) (Tool for the Reduction and Assessment of Chemical and Other Environmental Impacts; United States Environmental Protection Agency) notwendig.

Eine Auswertung derselben EPD nach den verschiedenen Systemen von Charakterisierungsfaktoren CML und TRACI muss aus demselben Softwaremodell für die Ökobilanz erfolgen, d.h. dieselbe Zusammenstellung von Lebenzyklusinventaren ohne Veränderung der Hintergrunddatenbank verwenden. Dies muss entsprechend im Hintergrundbericht und in der EPD bestätigt werden.


 

Beschluss Nummer 20140704-c:

Änderung im PCR-Dokument Teil A: Angabe der Hintergrunddatenbank

Im Kapitel 7.4 der PCR Teil A wird ein Satz ergänzt.

… Im Hintergrundbericht sind:

  • die verwendete Hintergrunddatenbank mit Jahres- bzw. Versionsnummer zu referenzieren
  • die verwendeten Datensätze und deren Quellen (z.B. Name der Datenbank, Literaturquelle) zu nennen, inkl. der Angabe des Jahres, für welches der Datensatz repräsentativ ist,
  • die Repräsentativität der verwendeten Datensätze zu dokumentieren,
  • die Behandlung fehlender Daten zu dokumentieren,
  • die Datenqualität zu beurteilen. …

 

Beschluss Nummer 20140704-c:

Für bestimmte Produktgruppen – Zusammenstellung und Vertrieb von Bauproduktsystemen – besteht die Möglichkeit EPDs zu erstellen, indem bei der Berechnung zu einem relativ hohen Anteil existierende EPD-Ergebnisse herangezogen werden. Für diese Vorgehensweise der Berechnung wird der Begriff „Environmental System Declaration – ESD“ verwendet. Das Dokument selbst wird ohne Änderung/Unterscheidung als Umweltproduktdeklaration / Environmental Product Declaration (EPD) bezeichnet.

Definition des Begriffs ESD

Eine ESD ist eine EPD, die aus der Zusammenführung von bestehenden und zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen EN 15804-konformen EPD-Ergebnissen entsteht und die sich auf ein Bauprodukt (construction product) oder „Bausystem“ (kit) z.B. WDVS bezieht, das aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt und dauerhaft im Bauwerk eingebaut wird.

Eine ESD beschreibt die Vorgehensweise zur Berechnung einer EPD. In einer ESD dürfen neben Werten aus gültigen EPDs für Bestandteile, für die keine Umweltdaten aus einer EPD vorliegen, auch weitere Daten, z.B. Inventare aus einer Datenbank verwendet werden, wobei sichergestellt werden muss, dass die verwendeten Datensätze ebenfalls der EN 15804 entsprechen. Der Anteil der Nebenbestandteile darf 25% nicht überschreiten. Der Anteil bezieht sich auf die Ergebnisse der deklarierten Wirkungskategorien für das Modul A1-A3 (ADPE, ADPF, AP, EP, GWP, ODP, POCP).

Alle verwendeten EPD-Daten müssen referenziert werden, gültig und veröffentlicht sein.

Erlaubt ein Bausystem die Verwendung von auf den Anwendungsfall angepassten Komponenten so ist die ESD entweder auf eine definierte Kombination zu beschränken oder der „worst case“ der technisch möglichen Kombinationen zu deklarieren.

Wird eine ESD auf Basis der veröffentlichten Wirkungsabschätzung durchgeführt – und nicht auf Basis von vollständigen Inventaren, so ist eine Auswertung beschränkt auf die in den EPDs verwendeten Charakterisierungsmodelle. (Liegen z.B. Ergebnisse nur nach der CML-Methode vor, kann keine Zusatzauswertung nach TRACI durchgeführt werden.)


 

Beschluss Nummer 20140704-c:

Falls eine Nutzungsdauer nicht als Referenznutzungsdauer (RSL) unter Beachtung von ISO 15686 ermittelt werden kann (oder es für die LCA Betrachtung nicht relevant ist), darf die Nutzungsdauer nach BBSR-Tabelle „Nutzungsdauern von Bauteilen zur Lebenszyklusanalyse nach BNB“ unter Berücksichtigung des Erläuterungsdokumentes zur BBSR-Tabelle genannt werden (http://www.nachhaltigesbauen.de/baustoff-und-gebaeudedaten/nutzungsdauern-von-bauteilen.html); für haustechnische Anlagen sind die erforderlichen Angaben der VDI 20673 zu entnehmen.

Alternativ zur BBSR-Tabelle können auch Angaben des Herstellers gemacht werden. Zu diesen muss eine Begründung erfolgen (z.B. Simulation, Prüfung, Einschätzung des Herstellers, statistische Werte). Falls die Nutzungsdauer nicht unter Beachtung von ISO 15686 ermittelt wird, ist darauf in der EPD explizit hinzuweisen.

Generell gilt, dass die Angabe einer Nutzungsdauer in der Herstellerverantwortung liegt

 


 

Beschluss Nummer 20140324-1:

Herr Prof. Reinhardt gibt das Amt des Vorsitzenden des SVA ab.

Herr Prof. Irmschler übernimmt ab der 38. Sitzung den Vorsitz des SVA.


 

Beschluss Nummer 20140324-a:

Auswertung nach TRACI-Methode:

Der Hintergrundbericht muss sicherstellen, dass die bestehende EPD und die Ergänzung der Auswertungen mit TRACI-Charakterisierungsfaktoren auf demselben Softwaremodell beruhen. Andernfalls wird eine komplette Verifizierung notwendig.

Der Nachweis kann erfolgen, in dem neben der TRACI-Auswertung gleichzeitig nochmals die CML-Auswertung durchgeführt wird, die dann die gleichen Werte, wie im veröffentlichten EPD liefern muss.


 

Beschluss Nummer 20140324-l:

Die Hintergrunddatenbank EcoInvent Version 3 erfüllt nicht die Anforderungen der EN 15804. EcoInvent V3 darf nicht für die Erstellung von EPDs nach dem IBU-Programm verwendet werden, bis dieser Beschluss aufgehoben wird.

Ergänzung vom 20.08.2014: Mit der Veröffentlichung von Ecoinvent Version 3.01 (Mai 2014) bzw. 3.1 (Juli 2014) ist eine Auswertung der Datenbank ecoinvent verfügbar geworden, die mit dem Systemmodell „Allocation, cut-off by classification“ eine Auswertung bietet, die methodisch ecoinvent Version 2 nachbildet. Somit ist der Beschluss Nummer 20140325-l des SVR aufgehoben; ecoinvent in den Versionen 3.01 bzw. 3.1 mit dem Systemmodell „Allocation, cut-off by classification“ kann für die Berechnung von IBU EPDs unter Berücksichtigung der Vorgaben in den IBU Produktkategorienregeln, Kap. 7.4., verwendet werden. Das heißt bei der Verwendung von ecoinvent 3.01 bzw. 3.1 muss die Allokationsmethode „cut-off by classification“ verwendet werden.


 

Beschluss Nummer 20140324-n:

Die EN 15804 liefert für die Deklaration von Wasserindikatoren keine klare Definition.

Bis zu einem neuen Ergebnis der Working Group des TC 350 zum Thema Deklaration von Wasserindikatoren gilt die im PCR-Dokument Teil A beschriebene Vorgehensweise unverändert.


 

Beschluss Nummer 20131129-g:

Thema: Verfahren zur Individualisierung von Muster-EPDs

Beschluss: Die allgemeine Anwendung von Muster-EPDs (mit worst-case-Ansatz) auf verschiedenste Bauprodukte kann zu nicht vorhersehbaren Schwierigkeiten führen. Eine grundsätzliche Übertragbarkeit des Systems einer Muster-EPD ist daher nicht möglich.

Soll für eine Produktgruppe eine Muster-EPD (mit worst-case-Ansatz) erstellt werden, muss ein Antrag beim SVA gestellt werden.


 

Beschluss Nummer 20131129-j:

Thema: Produktgruppenregeln – PCR Teil B – neue und überarbeitete PCR-Dokumente (IBU)

Beschluss: Angabe von technischen Daten in EPDs: Wird in der aus dem PCR vorgegebenen Tabelle mit technischen Daten eine Zeile nicht deklariert, wird dies im Hintergrundbericht begründet.

In der EPD wird die im PCR vorgegebene Tabelle komplett abgebildet und die nicht deklarierte Zeile mit „nicht relevant“ gekennzeichnet.


 

Beschluss Nummer 20130704-m:

Thema: Kommunikation der SVA-Beschlüsse / Abstimmung mit Verifizierern

Beschluss: Beschlüsse des Sachverständigenausschusses (aus Sitzungen und Umlaufverfahren) werden in den Protokollen gekennzeichnet (öffentlich/teilöffentlich/nicht öffentlich), nummeriert und auf der Homepage für alle bzw. in einem geschützten Bereich für Verifizierer veröffentlicht. Eine zusätzliche Information an bekannte Verteilerkreise ist möglich.


 

 

Beschluss Nummer 20130704-r:

Thema: Nachweise für Muster-EPDs und Durchschnitts-EPDs

Beschluss: Beruht eine EPD auf einer Muster-EPD, so sind für das deklarierte Produkt die Produkt-spezifischen Nachweise zu erbringen.


 

Beschluss Nummer 20130322-l:

Thema: Holzwerkstoffe

Beschluss: Für EPDs von Holzwerkstoffen, die keine AgBB-Messung nachweisen, bleibt weiterhin eine verkürzte Gültigkeitsdauer von 1 Jahr bestehen.


 

Beschluss Nummer 20130322-o:

Thema: Software Tools – Systemverifizierungen Typ1 und Typ 2

Beschluss: A1_Prozessablauf_EPD_Erstellung_Systemverifizierung_Typ_1_und_Typ_2


 

Beschluss Nummer 20130107-f:

Thema: Ergänzung zu 20121004-f

Beschluss: Die vorgeschlagenen Texte für die Deklaration von Wasser und Abfällen werden angenommen. Deklaration des Indikators für Wasser:

Daten, die auf Industriedatenerhebung beruhen, unterstützen oftmals den methodischen Ansatz des Wasser-Indikators „Blue water consumption“ (verdampftes Wasser) nicht. Falls für die Berechnung der EPD-Ergebnisse es nicht vermieden werden kann, dass diese Nicht-EN 15804-konformen Datensätze verwendet werden, sollen verschiedene Fälle unterschieden werden:

Fall 1: Die Nicht-EN 15804-konformen Datensätze sind für das Gesamtergebnis relevant/signifikant. Der Indikator wird nicht ausgewiesen, entsprechend des SVA-Beschlusses vom 04.10.2012 und einer Fußnote, dass die verwendeten Datensätze den methodischen Ansatz nicht unterstützen.

Fall 2: Die Nicht-EN 15804-konformen Datensätze sind für das Gesamtergebnis nicht relevant/insignifikant. Der Indikator wird zusammen mit einer zusätzlichen Erläuterung ausgewiesen. Nicht alle Hintergrunddatensätze unterstützen den methodischen Ansatz des Wasser-Indikators. Der Wert des Indikators beinhaltet dadurch eine höhere Unsicherheit.

Die einzelne Darstellung der „Blue water consumption“ kann zu Miss- Interpretationen führen. (Der Wert „0“ ist nicht gleichbedeutend mit der Tatsache, dass kein Wasser benötigt wird.) Optional ist es möglich textlich die Größe Gesamtwasserinput (Blue water use) anzugeben.

Deklaration der Indikatoren für Abfälle:

Daten, die auf Industriedatenerhebung beruhen, unterstützen oftmals den methodischen Ansatz der Abfallindikatoren (deponierte Abfälle/gefährliche Abfälle) nicht. Falls für die Berechnung der EPD-Ergebnisse es nicht vermieden werden kann, dass diese Nicht-EN 15804-konformen Datensätze verwendet werden, sollen verschiedene Fälle unterschieden werden:

Fall 1: Die Nicht-EN 15804-konformen Datensätze sind für das Gesamtergebnis relevant/signifikant. Die Indikatoren werden nicht ausgewiesen, entsprechend des SVA-Beschlusses vom 04.10.2012 und einer Fußnote, dass die verwendeten Datensätze den methodischen Ansatz nicht unterstützen.

Fall 2: Die Nicht-EN 15804-konformen Datensätze sind für das Gesamtergebnis nicht relevant/insignifikant. Die Indikatoren werden zusammen mit einer zusätzlichen Erläuterung ausgewiesen. Nicht alle Hintergrunddatensätze unterstützen den methodischen Ansatz der Abfall-Indikatoren. Der Wert der Indikatoren beinhaltet dadurch eine höhere Unsicherheit.

Ergänzung:

Als signifikant gelten Materialmengen, die zu mehr als 3% (Masse) zur Produktherstellung beitragen. Alternativ kann die Signifikanz über eine Sensitivitätsanalyse im Hintergrundbericht erläutert werden.

Ergänzend zu SVR-Beschlusses 20130107-f:

Verdeutlichung des Beschlusses zu Abfallindikatoren laut SVA Beschluss vom 07.01.2013: Es sind deponierte nicht gefährliche Abfälle, deponierte gefährliche Abfälle und die Menge an entstandenen radioaktiven Abfalls gemeint.


 

Beschluss Nummer 20121004-b:

Thema: Möglichkeit der Freigabe von PCR im Umlaufverfahren

Beschluss: In dringenden Fällen für neue oder bei kleineren Änderungen an PCR Dokumenten, besteht die Möglichkeit diese in einem Umlaufverfahren durch den SVA freizugeben. Das Umlaufverfahren dauert i.d.R. 14 Tage.


 

Beschluss Nummer 20121004-c:

Thema: Verfahren zur Bestellung von Prüfern

Beschluss: Das Verfahren zur Bestellung von Verifizierern ist in Kapitel 7ff der allgemeinen Grundsätze des IBU geregelt.


 

Beschluss Nummer 20121004-e:

Thema: Anforderungen an die Erstellung von ESDs

Der Begriff Umweltsystemdeklaration darf gleichbedeutend mit dem Begriff Umweltproduktdeklaration verwendet werden. Weiterhin gelten für Systeme bzw. ESDs die gleichen Rechenregeln und Anforderungen wie für EPDs. Ebenso werden ESDs in gleicher Weise wie EPDs verifiziert.


 

Beschluss Nummer 20121004-f:

Thema: Konkretisierung der Vorgaben aus EN 15804 für die Berechnung und Deklaration der Indikatoren Frischwasser und Abfälle

Beschluss: Frischwasser: Die Berechnung des Indikators „Use of net fresh water“ in EN 15804 ist nicht eindeutig definiert. Beschluss: Die Berechnung folgt dem derzeitigen Stand in der Water Footprint Diskussion nach ISO 14046: Net fresh water = consumptive freshwater use = evaporation + evapotranspiration + embedded freshwater+ drainage of freshwater into the ocean (excluding rainwater) Abfälle: Im Normungsgremium wurde der Begriff „disposed waste“ als deponierte Menge interpretiert. Beschluss: Deklaration der Abfallflüsse:

– Hazardous waste disposed kg: Menge des gefährlichen Abfalls, der auf einer Deponie der Deponieklasse III oder IV abgelagert wird. Radioaktive Abfälle sind darin nicht enthalten.

– Non hazardous waste disposed kg: Menge des nicht gefährlichen Abfalls, der auf einer Deponie der Deponieklasse 0, I oder II abgelagert wird.

– Radioactive waste disposed kg: Menge des radioaktiven Abfalls, der abgelagert wird.


 

Beschluss Nummer 20121004-h:

Thema: Optionale Toxizitäts-Indikatoren in EPDs

Beschluss: Innerhalb einer Kern- oder IBU-EPD dürfen keine Toxizitätsindikatoren angegeben werden. Innerhalb Der EPD darf kein Verweis auf ein zusätzliches Dokument mit Toxizitätsindikatoren gegeben werden. Toxizitätsindikatoren sind nicht Gegenstand einer Verifizierung.