Wahlprüfsteine: Policy wants transparency in sustainable construction – Life cycle assessments are the answer

IBU focuses on information and education

In the run-up to the parliamentiary elections in Germany IBU has asked the parties with so called “Wahlprüfsteine” to their opinion regarding sustainable construction and transparancy of environmental information. The results are published by IBU below in German.

Wahlprüfsteine 2017Die Antworten, die das IBU hierzu erhalten hat, zeigen: Ja, Transparenz ist durchweg allen befragten Parteien wichtig, wenn es ums nachhaltige Bauen geht. Und: Nein, es ist offenbar nicht hinreichend bekannt bzw. anerkannt, dass nur transparente Umweltlabels mit wissenschaftlich fundierten Umweltkennzahlen auf Basis von Lebenszyklusanalysen einen wirklichen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Andere Ökolabels basieren hingegen nicht auf Ökobilanzen und bilden lediglich einzelne Umweltaspekte ab.

Pläne der Politik: von Transparenzauflagen über effiziente Bauprozesse zum nachhaltigen Bauen

Was mit den Antworten der Parteien deutlich wird, ist das klare Bekenntnis zum nachhaltigen Bauen und der Wunsch nach Transparenz. Die eigenverantwortliche und freiwillige Entwicklung transparenter Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declarations; kurz: EPDs) seitens der Baustoffindustrie werden deshalb positiv wahrgenommen und als wichtig erachtet, weil dieses auf europäischer und internationaler Norm basierende Format die Basis für transparente, objektiv nachvollziehbare Nachhaltigkeitsbewertungen von Gebäuden liefert.

Die Politik befürwortet grundsätzlich die ganzheitliche Betrachtung von Bauprodukten und will aussagekräftige verpflichtende Umweltlabels mit einheitlichen Standards, die den Schutz der Umwelt tatsächlich voranbringen. Damit soll verhindert werden, dass der Begriff Nachhaltigkeit zum inhaltslosen Marketing-Slogan verkommt. Es werden u. a. Transparenzauflagen in Erwägung gezogen, die eine bessere Vergleichbarkeit bei Umweltlabeln ermöglichen sollen. Und es wird die Einführung von Standards erwogen, die den gesamten Lebenszyklus von Bauprodukten berücksichtigen und darauf abzielen, in Energieausweise für Gebäude auch eine Nachhaltigkeitsbewertung einfließen zu lassen.

Seitens der Politik würde es zudem begrüßt, wenn beim Planen und Bauen digitalisierte Informationen über die ökologische Qualität von Bauprodukten in digitale Gebäudemodelle (BIM) integriert würden, weil so der Zugang zu nachhaltigkeitsrelevanten Informationen erleichtert und diese Daten in die Lebenszyklusanalyse von Gebäuden einbezogen werden könnten. Darin wird ein Beitrag zur Effizienzsteigerung der Planungs- und Bauprozesse gesehen.

Fazit des IBU: Wir wollen mit der Politik im Gespräch bleiben

Das IBU will mit der Politik im Gespräch bleiben, um über wesentliche Erkenntnisse der Baustoffindustrie und deren Engagement in Bezug auf das nachhaltige Bauen zu informieren und weiter Aufklärungsarbeit zu leisten. Ziel ist es, den Nutzen von ökobilanzbasierten Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) deutlich zu machen – insbesondere im Hinblick auf ihre in den Antworten genannten Pläne. Denn, dank EPDs sind Umweltaussagen von Herstellern über ihre Bauprodukte wissenschaftlich fundiert und überprüfbar. Mit dieser Transparenz trägt die Baustoffindustrie dazu bei, die Zielsetzungen des nachhaltigen Bauens realisierbar zu machen.

Die Antworten der Parteien auf Wahlprüfsteine des IBU

Lesen Sie im Folgenden selbst, wie die einzelnen Parteien die Wahlprüfsteine beantwortet haben. Gefragt wurden sie nach ihren Meinungen und Plänen 

  • zum fairen Wettbewerb unter den Anbietern, die sich dem nachhaltigen Bauen verschrieben haben,
  • zu Vergleichbarkeit und Transparenz hinsichtlich der Vielzahl an Umweltlabeln und -kennzeichen,
  • zu Glaubwürdigkeit und wissenschaftlichem Fundament im Hinblick auf die Bewertbarkeit und Überprüfbarkeit von Umweltkennzahlen.

Unsere Fragen an die Parteien zum Nachlesen

Die Anworten der CDU/CSU

Die Anworten der SPD

Die Antworten von Die LINKE

Die Antworten von Bündnis 90/Die Grünen

Die Antworten der FDP

2017-11-09T11:59:29+00:00 14.09.2017|