Der Fußbodenhersteller Bolon ist dem IBU beigetreten

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Das Institut Bauen und Umwelt e.V. freut sich, das schwedische Familienunternehmen Bolon als neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Bolon hat sich auf die Herstellung von Bodenbelägen aus gewebtem Vinyl spezialisiert und setzt dabei auf hochklassiges Design und eine ökologische Denkweise.

BolonGegründet wurde das Unternehmen 1949 in Stockholm und hat sich seither von einer traditionellen Bodenbelagsfirma zu einem Top-Design-Unternehmen entwickelt. Sowohl Design als auch Produktion finden mittlerweile komplett im schwedischen Ulricehamn statt. Der Standort erlaubt es Bolon, Umweltvorteile hinsichtlich Transport und Logistik auszuschöpfen. Ebenso ermöglicht er die volle Kontrolle über den gesamten Herstellungsprozess. Veredelte Rohstoffe werden von Zulieferern in einer Entfernung von maximal 250 Kilometern zur Produktionsstätte bezogen. Folglich bleiben die Transportwege kurz und die Umweltbelastungen gering.

Bolon räumt den Themen Umweltverantwortung und Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert ein

Rund 10 Millionen Euro hat Bolon in eine Strategie investiert, mit deren Hilfe die Geschäftstätigkeit noch nachhaltiger gestaltet wird. Nach eigener Auskunft besteht eine wesentliche Motivation darin, bei der Herstellung der Bodenbeläge aktuelle gesetzliche Anforderungen sogar zu übertreffen. Die Nachhaltigkeitsstrategie Bolon Green sieht deshalb konkrete Maßnahmen vor, um Ressourcen zu schonen und den Produktionsablauf hinsichtlich seiner Umweltverträglichkeit zu verbessern. Zum Beispiel durch geothermische Kühlung, bei der anstelle von Kältemitteln ausschließlich lokal gefördertes Grundwasser zur Kühlung verwendet wird. Die gesamte Fabrik, das Lager, die Bürogebäude und die Maschinen sind wassergekühlt.

Im Produktionsprozess werden bis zu 33 % recycelte Materialien aus Produktionsabfällen verwendet. Zu diesem Zweck hat Bolon 2014 eine eigene Recyclinganlage in Betrieb genommen. Hier recycelt Bolon nicht nur eigene Abfälle, sondern auch Abfälle aus anderen Branchen, um diese wieder in den Produktionskreislauf zu bringen. Erst kürzlich hat Bolon einen Prozess etabliert, bei dem gebrauchter zerkleinerter Bodenbelag zermahlen und zu Granulat verarbeitet wird. Daraus wird anschließend neues Material gefertigt. Aus eigener Initiative setzt Bolon darüber hinaus ein Filterreinigungssystem ein, das Dämpfe, die während der Produktion entstehen, zu 98 % beseitigt. Mit diesen Maßnahmen trägt Bolon seinen Teil dazu bei, den Nachhaltigkeitsbegriff mit konkreten Handlungen belegbar zu machen.

Für Bolon ist Nachhaltigkeit keine Option, sondern Notwendigkeit

Bolon engagiert sich in hohem Maße für Umwelt- und Ressourcenschonung und möchte dieses Engagement auch glaubwürdig kommunizieren. Deshalb hat sich Bolon dazu entschlossen, EPDs zu erstellen und diese vom IBU veröffentlichen zu lassen. „Bolon wollte transparente Umweltdeklarationen der Produkte haben, die sowohl von Kunden als auch Inhouse von Bolon genutzt werden können. Als Unternehmen müssen wir weiter an Nachhaltigkeitsfragen arbeiten, es ist eine nie endende Geschichte“, so Michaela Ljungdahl, Koordinatorin für Produktnachhaltigkeit bei Bolon.

2017-07-06T12:13:38+00:00 20.06.2017|